\documentclass[a4paper,titlepage,twoside]{article} 
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\author{Michael Nirschl, Moritz Ringler} \title{Protokoll zum 
FP-Versuch A149\\Rauschen und Operationsverst"arkerschaltungen} \date{17./18. Januar 2000} 
\numberwithin{equation}{section} 
\renewcommand{\theequation}{\thesection.\arabic{equation}} 
\newcommand{\frspr}{\textit} 
\newcommand{\unit}[1]{\text{ #1}}
\newcommand{\vs}{\ensuremath{V_{rms}}}
\newcommand{\ee}[1]{\cdot10^{#1}}

\begin{document} \maketitle \tableofcontents \newpage 
\section{Thema}
In diesem Versuch wird das Rauschen in elektronischen Bauteilen, insbesondere in Operationsverst"arkern untersucht.

\section{Theorie}
Unter Rauschen versteht man zun"achst jegliche ungewollte St"orung, die 
ein gew"unschtes Signal ver"andert oder verdeckt.\\
Zu einem guten Teil 
stammen solche St"orungen aus Quellen au"serhalb des studierten 
Systems; Einfl"usse dieser Art werden in 
Versuchsteil~\ref{externestoerungen} untersucht. Die meisten solchen 
St"orungen werden durch elektromagnetische Wellen bewirkt und ihre 
Auswirkungen k"onnen durch ad"aquate Abschirmung minimiert werden.\\
Im engeren Sinn bezeichnet man mit Rauschen die spontanen, zuf"alligen 
Fluktuationen, die aus den physikalischen Eigenschaften des 
untersuchten Systems resultieren. Die momentane Amplitude von Rauschen 
dieser Art ist zuf"allig und folgt f"ur gew"ohnlich einer 
Normalverteilung um die Signalamplitude. Betrachtet man wie in diesem 
Versuch Spannungen, so wird die Verteilung durch die 
folgende Wahrscheinlichkeitsdichte $f(V)$ beschrieben 
\begin{equation}f(V)=\frac{1}{\vs\sqrt{2\pi}}\exp{\left(-\frac{(V-\overline{V})^2}{2{\vs}^2}\right)}\end{equation}
wobei \vs\/ die Standardabweichung der Spannungsverteilung 
\begin{equation}\vs=\sqrt{t^{-1}\int^t_0\left(V(\tilde{t})^2-\overline{V}^2\right)d\tilde{t}}\end{equation} 
und 
$\overline{V}$ den Spannungsmittelwert 
\begin{equation}\overline{V}=t^{-1}\int^t_0V(\tilde{t})d\tilde{t}\end{equation} 
bezeichnen. Die Wahrscheinlichkeit eine Spannung in 
einem bestimmten Intervall zu messen, entspricht dem Integral dieser 
Dichtefunktion "uber das Intervall.\\ Dieses zuf"allige Rauschen l"asst 
sich auf Beitr"age aus verschiedenen Quellen zur"uckf"uhren. Besonders 
wichtig sind dabei thermisches Rauschen, $1/f$-Rauschen und 
Schrotrauschen. 

\subsection{Thermisches Rauschen}
Das thermische Rauschen stellt (f"ur hohe Frequenzen) die 
Hauptkomponente des Rauschens, insbesondere f"ur den Fall, dass kein 
Gleichstrom flie"st. Es wird verursacht durch die thermische 
Zufallsbewegung der Elektronen in einem Widerstand. Der Mittelwert 
dieser Bewegung verschwindet, so dass auch der Mittelwert von 
Rauschstrom und -spannung verschwindet. Der Effekt des Rauschens an 
einem Widerstand $R$ kann beschrieben werden durch eine Stromquelle die 
parallel zum (rauschlosen) Widerstand liegt und einen Rauschstrom $I_n$
liefert gem"a"s
\begin{equation}I_n=\sqrt{4kTR^{-1}B_n}\end{equation}
wobei $k$ die Boltzmannkonstante, $T$ die absolute Temperatur, $B_n$ 
die Frequenzbandbreite (Rauschbandbreite, s. \ref{bandbreite}) 
bezeichnet, oder er kann beschrieben werden durch eine Spannungsquelle 
in Serie mit dem idealen Widerstand, die die Rauschspannung $V_n$ 
erzeugt gem"a"s
\begin{equation}V_n=RI_n=\sqrt{4kTRB_n}\end{equation}
Die angegebenen Gr"o"sen sind nat"urlich nicht Momentangr"o"sen 
sondern die \mbox{rms-Werte} einer Gau"sverteilung der Momentanwerte (s. o.).\\
Die Rauschleistung geht hier linear mit der Frequenzbandbreite, so dass 
also die spektrale Energiedichte "uber das ganze Spektrum konstant ist. 
Dieses Frequenzverhalten wird als wei"ses Rauschen charakterisiert. 


\subsubsection{Rauschbandbreite}\label{bandbreite}
Die Rauschbandbreite $B_n$ errechnet sich aus dem Frequenzgang einer 
Verst"arker- oder Filterschaltung nach 
\begin{equation} 
\begin{split}
B_n &={G_0}^{-1} \int\limits_0^\infty G(f) df\\
    &={v_0}^{-2} \int\limits_0^\infty |v(f)|^2 df 
\end{split}\label{rbb}
\end{equation}
mit: $G_0$ maximale Leistungsverst"arkung, $G(f)$ 
Leistungsverst"arkung, $v_0$ maximale Spannungsverst"arkung, $v(f)$ 
Spannungsverst"arkung\\ \frspr{De facto} ist die Rauschbandbreite auch 
ohne Filter begrenzt durch die Dauer der Messung auf der einen Seite 
und durch den Einfluss der endlichen Kapazit"at des Widerstandes auf 
der anderen Seite. Die Rauschbandbreite des von uns verwendeten 
Bandpasses wird in Abschnitt \ref{filter} berechnet.

\subsubsection{Addition von Rauschspannungen}
Rauschspannungen und Str"ome addieren sich allgemein wie folgt:
\begin{equation}V_{12}=\sqrt{{V_1}^2+{V_2}^2+2\gamma V_1V_2}\end{equation}
wobei $\gamma~\epsilon~[-1,1]$ f"ur den Korrelationskoeffizienten 
steht. Bei voneinander unabh"angigen Rauschquellen, wie etwa zwei 
Widerst"anden gilt $\gamma=0$.  

\subsection{$1/f$-Rauschen} $1/f$-Rauschen hat, wie der Name schon sagt, 
eine $1/f$-proportionale Rauschleistung. Genauer gesagt werden in 
verschiedenen Ger"aten Proportionalit"aten $f^{-\alpha}$ mit $\alpha$ 
zwischen $0,8$ und $1,3$ gemessen. Bei Halbleitern ist $1/f$-Rauschen 
haupts"achlich auf Oberfl"achen- und Grenzfl"acheneffekte 
zur"uckzuf"uhren und kann durch gezielte Oberfl"achenbehandlung 
verringert werden. Aufgrund ihres Frequenzverhaltens nennt man diese 
Art von Rauschen auch \frspr{pink noise}. 

\subsection{Schrotrauschen}
Schrotrauschen entsteht durch die Tatsache, dass Strom nicht 
kontinuierlich sondern in Einheiten der Elementarladung $e$ flie"st. 
Dieser Granulationseffekt des Gleichstroms $I_=$ erzeugt an einer 
Potentialbarriere einen Rauschstrom 
\begin{equation}I_{schrot}=\sqrt{2eI_=B_n}\end{equation}
Die Proportionalit"at des rms-Stromwertes zu $\sqrt{I_=}$ ist die bekannte
$\sqrt{N}$-Proportionalit"at der Standardabweichung einer Gau"sverteilung.
Schrotrauschen ist, wie man sieht, wei"ses Rauschen. 
 
\subsection{Rauschen bei Operationsverst"arkern}
Beim Operationsverst"arker werden die Rauscheigenschaften durch eine 
Rauschstromquelle $i_n$ zwischen den beiden Eing"angen des Verst"arkers 
\textit{und} eine Rauschspannungsquelle $e_n$ an einem der Eing"ange 
modelliert. In invertierender Konfiguration errechnet sich daraus das 
Quadrat der Gesamteingangsrauschspannung $e_i$ pro Bandbreite 
($\text{V}^2$/Hz) zu  
\begin{equation}{e_i}^2={e_n}^2+{R_S}^2\left({i_n}^2+4kT\left({R_S}^{-1}+{R_G}^{-1}\right)\right)\end{equation}\label{oprauschen}
Hierbei bezeichnet $R_S$ den Quellwiderstand und $R_G$ den Realteil der  
Gegenkopplungs\-impedanz. Zus"atzlich ist das thermische Rauschen 
von Gegenkopplungs- und Eingangs\-widerstand ber"ucksichtigt. Das 
Ausgangsrauschen $e$ errechnet sich aus \eqref{oprauschen} durch 
Multiplikation mit der \frspr{closed-loop}-Verst"arkung. 
 
\subsection{Filter}\label{filter} In diesem Versuch werden aktive 
Hochpass- und Tiefpassfilter des Butterworth-Typs benutzt. Der Vorteil 
von aktiven Filtern, also Filtern die ein aktives Bauelement wie einen 
Operationsverst"arker enthalten, gegen"uber passiven Filtern besteht in 
erster Linie darin, dass durch das Zwischenschalten von 
Operationsverst"arkern aufeinanderfolgende Filterglieder entkoppelt 
werden und der Frequenzgang des Filters nicht mehr von der Belastung 
abh"angt.\\ Die Amplitudenantwort $\left|\frac{V_{out}}{V_{in}}\right|$ 
eines Butterworth Filters wird durch die Gleichung 
\begin{equation}\left|\frac{V_{out}}{V_{in}}\right|=v_0\left(1+\left(\frac{f}{f_g}\right)^{2n}\right)^{-1/2}\end{equation}
beschrieben. $n$ ist dabei eine ganze Zahl, $|n|$ hei"st die Ordnung 
des Filters, f"ur $n<0$ ist der Filter ein Hochpass f"ur $n>0$ ein 
Tiefpass. $f_g$ ist die Grenzfrequenz des Filters, bei der die 
Verst"arkung auf -3dB oder $2^{-1/2}$ der Maximalverst"arkung $v_0$ gesunken 
ist. Bei Realisierung durch eine Schaltung wie in Abb.~1 des Skriptes 
gilt 
\begin{equation}2\pi f_g=(RC)^{-1}\end{equation}\label{fg}
Neben der Amplitudenantwort ist auch das 
Phasenverhalten von Interesse, da es Aufschluss "uber die m"ogliche 
Verzerrung eines Signals durch den Filter gibt.\\
Die Rauschbandbreite 
eines Butterworthfilters ergibt sich durch Ausf"uhrung der Integration 
in  \eqref{rbb} wie folgt:
\begin{tabbing}
Tiefpass\quad\=$n_T=1$\qquad\=$\frac{\pi}{2} f_g$\\
Tiefpass\>$n_T=2$\>$\frac{\pi}{\sqrt{8}} f_g$\\   
Tiefpass\>$n_T=3$\>$\frac{\pi}{3} f_g$\\ 
\end{tabbing}
F"ur einen Bandpass aus Butterworth-Tiefpass zweiter und -Hochpass 
erster Ordnung mit Grenzfrequenz $f_T$ resp. $f_H$ ergibt sich aus der 
Verst"arkungsfunktion
\begin{equation}\left|\frac{V_{out}}{V_{in}}\right|=v_{0H}v_{0T}\left(\left(1+\left(\frac{f}{f_T}\right)^{4}\right)\cdot\left(1+\left(\frac{f_H}{f}\right)^{2}\right)\right)^{-1/2}\end{equation} 
die Rauschbandbreite
\begin{equation}B_n=\frac{v_{0H}^2v_{0T}^2}{v_{0B}^2}\frac{\pi}{\sqrt{8}}{f_T}^3\frac{{f_T}^2+{f_H}^2-\sqrt{2}f_T 
f_H}{{f_T}^4+{f_H}^4}\end{equation}\label{breit}

\section{Versuchsbeschreibung}
\subsection{Filter}\label{filterbeschr}
Im ersten Versuchsteil werden die Filter gebaut und vermessen, die in 
den folgenden Versuchsteilen die Rauschbandbreite definieren sollen.\\ 
Zwei Butterworth-Tiefpassfilter mit 3dB-Grenzfrequenzen $10\unit{Hz}$ 
und $1\unit{kHz}$ stehen bereits fertig zur Verf"ugung und m"ussen nur 
noch vermessen werden. Die beiden Hochpassfilter werden nun nach Abb.~1 
des Skripts auf einer Platine zusammengel"otet. Die RC-Glieder werden 
dabei wie folgt dimensioniert: 
\begin{tabbing}
3dB-Grenzfrequenz in \unit{Hz}\quad\=$1,5\unit{M}\pm1\% + 0,1\unit{M}\pm1\%$\quad\qquad\=\kill
3dB-Grenzfrequenz in \unit{Hz}\>R in $\Omega$\>C in \unit{F}\\
$0,099$ $\pm0,010$   \> $(1,5\unit{M}\pm1\%) + (0,1\unit{M}\pm1\%)$\>$1\mu \pm10\%$\\
$4,82\unit{k}\pm1,08\unit{k}$\>$3,3\unit{k}\pm10\%$\>$0,01\mu$
\end{tabbing}
Die nach \eqref{fg} berechneten  Grenzfrequenzen kommen den 
angestrebten Werten von $0,1\unit{Hz}$ resp. $5\unit{kHz}$ recht nahe. 
Die Fehler wurden per Gau"s-Fehlerfortpflanzung aus den Fehlern von $R$ 
und $C$ berechnet, wobei f"ur den unbekannten Fehler der Kapazit"at wie 
im Skript angegeben ein Wert von $20\%$ verwendet wurde. Andere Fehler 
wie der Frequenzgang von (gegengekoppeltem!) Verst"arker und Kabeln 
sind dagegen vernachl"assigbar gering. 
\\ Die Filter 
werden dann vermessen: Die Gleichstrom-Spannungsversorgung (Akkus) wird 
angeschaltet, das Ausgangssignal eines Sinusgenerators mit 
verstellbarer Frequenz wird geteilt und einerseits auf den Eingang des 
Filters andererseits auf den ersten Kanal eines Oszilloskops gegeben. 
Der Ausgang des Filters wird nun auf den zweiten Kanal gegeben. Um 
\frspr{slew rate}-Effekte bei hohen Frequenzen zu minimieren, wird die 
Ausgangsspannung des Frequenzgenerators auf einen kleinen Wert 
eingestellt ($V_{in}=140\unit{mV}$) und w"ahrend der Messung durch 
Nachreglung konstant gehalten. Bei der Messung werden f"ur die 
eingestellten Frequenzen am Oszilloskop die Ausgangsspannung $V_{out}$ 
des Filters und die Phasenverschiebung gegen"uber der Eingangsspannung 
gemessen. Bei $5\unit{kHz}$-Hochpass und $10\unit{kHz}$-Tiefpass wird 
je eine ganze Messreihe aufgenommen, f"ur das andere Filterpaar werden 
nur die Werte von S"attigungsverst"arkung und Grenzfrequenz ermittelt. 

\subsection{Strom- und Spannungsrauschen des Verst"arkers}\label{uirausch}
Im zweiten Versuchsteil werden mit der 
Schaltung aus Abbildung~2 des Skriptes Strom und Spannungsrauschen der 
drei Operationsverst"arker AD711JM, F218AR-UA741CP und UA741CDP 
gemessen. Dazu wird an den Ausgang der Verst"arkerschaltung einer der 
beiden Bandpassfilter zur Auswahl des Frequenzbandes angeschlossen. Von 
den Filtern geht das Signal auf ein Speicheroszilloskop dessen Bild mit 
dem Computer ausgelesen wird. Am Computer werden aus diesen Daten die 
Fouriertransformation, die \vs-Werte und f"ur die niedrigen Frequenzen 
die Peak-to-Peak-Werte berechnet. Aus diesen lassen sich Rauschstrom 
und -spannung des Verst"arkers in den beiden Frequenzb"andern 
bestimmen. 
\begin{tabbing}
Werte der Widerst"ande in Abb.~2 des Skriptes:\\
$R_S\quad$  \=$10~\Omega$\\
$R_+$       \>$1 \unit{M}\Omega$\\
$R_-$       \>$1 \unit{M}\Omega$\\
$R_N$       \>$10 \unit{k}\Omega$\\
\end{tabbing}


\subsubsection{Spannungsrauschen}\label{urausch}
Um das Spannungsrauschen zu messen, werden die Widerst"ande $R_+$ und 
$R_-$ "uberbr"uckt. Das Quadrat der Eingangsrauschspannung pro 
Bandbreite (V$^2$/Hz) ist dann 
\begin{equation}
\begin{split}
{e_i}^2&=2{e_s}^2+{e_n}^2+4kT/R_N\cdot{R_S}^2+2{i_n}^2{R_S}^2\\
       &=4kTR_S\left(2+\frac{R_S}{R_N}\right)+2{i_n}^2{R_S}^2+{e_n}^2\\
       &\approx 8kTR_S+2{i_n}^2{R_S}^2+{e_n}^2
\end{split}   
\end{equation}
da $R_S/R_N=10^{-3}$.\\ 
Ferner gilt
\begin{equation*}8kTR_S \approx 3\ee{-19}\unit{V}^2/\text{Hz}\end{equation*} 
und 
\begin{equation*}
\begin{split}
2{i_n}^2{R_S}^2 &\leq(1\unit{pA}/\sqrt{\text{Hz}})^2\cdot100\Omega^2\\
                &=2\ee{-22}\unit{V}^2/\text{Hz}
\end{split}
\end{equation*}
Daher begeht man selbst bei einer vergleichsweise kleinen 
Eingangsrauschspannung von $e_n\approx3\unit{nV}/\sqrt{\text{Hz}}$ nur 
einen Fehler von ungef"ahr $3,3\%$\/ f"ur ${e_n}^2$\/ und von $1,7\%$\/ 
f"ur $e_n$, wenn man $e_n\approx e_i$ setzt, sollte $e_i$ noch deutlich 
unter diesem Wert liegen, so muss der thermische Beitrag 
ber"ucksichtigt werden. Dies ist allerdings bei unseren Messwerten nicht der Fall (s. Tab.~\ref{rausch}).
\\ $e_i$ wird aus dem verst"arkten Rauschen am 
Ausgang des Verst"arkers $e$ mittels Division durch die 
\frspr{closed-loop}-Verst"arkung $R_N/R_S=1000$ berechnet. $e$ selber wird 
wiederum aus der am Oszilloskop abgelesenen Spannung \vs\/ mittels 
Division durch die S"attigungsverst"arkung der Filter und die Wurzel 
der Bandbreite erhalten.

\subsubsection{Stromrauschen}\label{irausch}
Zur Messung des Stromrauschens werden die Jumper "uber $R_{\pm}$ 
ge"offnet. Hier ergibt sich nach \cite{Meschede::1993}
\begin{equation}
{i_n}^2=(e^2-8kTR_{\pm}{A_{VCL}}^2)(4{R_{\pm}}^2{A_{VCL}}^2)^{-1}
\end{equation}
wobei die \frspr{closed loop}-Verst"arkung $A_{VCL}$ hier wieder den Wert
$R_N/R_S=1000$ hat; in Zahlen also
\begin{equation}
i_n=5\ee{-10}\sqrt{e^2-3,235\ee{-8}\unit{V}^2/\text{Hz}}\label{irauschgl}
\end{equation}
$e$ wird wie in Versuchsteil~\ref{urausch} bestimmt.

 
\subsection{Externe St{\"o}rungen} \label{externestoerungen}
In diesem Versuchsteil werden mit dem OP 711 im Frequenzband 5kHz-10kHz
die gleichen Messungen wie in \ref{urausch} und \ref{irausch} 
durchgef"uhrt. Jedoch wird der Verst"arkerkreis externen St"orungen 
ausgesetzt, n"amlich durch
\begin{itemize}
\item Ann"ahern des unabgeschirmten Verst"arkers an den Computermonitor
\item Ann"ahern des unabgeschirmten Verst"arkers an das Netzteil des 
L"otkolbens
\item Erhitzen von Verst"arker und $R_S$ mit dem L"otkolben
\item Versorgung der Verst"arkerschaltung mit gleichgerichtetem 
Wechselstrom
\end{itemize}

\subsection{Schrotrauschen einer Zenerdiode}
Entf"allt, da Versuchsapparatur nicht funktionsf"ahig.

\section{Ergebnisse und Fehler}
\subsection{Filter}\label{filterergebnisse}
Beim Vermessen des 5kHz-Hochpass- und des 10kHz-Tiefpassfilters wurden 
die Datenreihen in Tabelle~\ref{filt} aufgenommen. 
\begin{table}[hptb]
\begin{center}
\begin{tabular}{|l|ccccc|}

\hline
\multicolumn{6}{|c|}{Hochpass 5 kHZ}\\
\hline                                                                  
$f$/Hz  &   $V_{out}$/mV    &   $\Delta V_{out}$/mV &   $\phi/\pi$    &   $v$   &   $\Delta v$  \\
\hline                                          
45  &   1,9     &   0,5 &   0,50    &   0,014   &   0,004   \\
472 &   29,5    &   1,5 &   0,47    &   0,211   &   0,013   \\
901 &   56      &   2   &   0,44    &   0,400   &   0,020   \\
1789    &   104 &   4   &   0,37    &   0,743   &   0,039   \\
3640    &   175 &   5   &   0,32    &   1,250   &   0,057   \\
5030    &   200 &   5   &   0,25    &   1,429   &   0,062   \\
7370    &   230 &   5   &   0,15    &   1,643   &   0,069   \\
14870   &   265 &   5   &   0,09    &   1,893   &   0,076   \\
30000   &   265 &   5   &   0,00    &   1,893   &   0,076   \\
90800   &   260 &   5   &   -0,07   &   1,857   &   0,075   \\
296000  &   250 &   5   &   -0,41   &   1,786   &   0,073   \\
601000  &   115 &   4   &   -0,80   &   0,821   &   0,041   \\
\hline                                          
\multicolumn{6}{c}{~}\\ 
\hline
\multicolumn{6}{|c|}{Tiefpass 10 kHZ}\\
\hline
$f$/Hz  &   $V_{out}$/mV    &$\Delta V_{out}$/mV &   $\phi/\pi$    &   $v$  &   $\Delta v$  \\
\hline                                          
11      &   210     &   5   &   1,06    &   1,500   &  0,064 \\
107     &   235     &   5   &   0,99    &   1,679   &  0,070 \\
1010    &   235     &   5   &   1,04    &   1,679   &  0,070 \\
2150    &   235     &   5   &   1,11    &   1,679   &  0,070 \\
3970    &   227,5   &   5   &   1,22    &   1,625   &  0,068 \\
8000    &   185     &   5   &   1,43    &   1,321   &  0,059 \\
9950    &   153     &   4   &   1,5     &   1,093   &  0,048 \\
15860   &   79      &   4   &   1,7     &   0,564   &  0,035 \\
30900   &   24,25   &   3   &   1,88    &   0,173   &  0,022 \\
111500  &   3       &   1   &   2       &   0,021   &  0,0072 \\
1000000 &   0,5     &   0,3 &   --      &   0,004   &  0,0021 \\
\hline                                          
\end{tabular}\caption{Phasenverschiebung (modulo $2\pi$) und Verst"arkung der Filter in Abh"angigkeit von der Frequenz}\label{filt}\end{center}\end{table}
Die Fehler werden hier "uberwiegend durch das Ablesen der Oszillogramme mit dem Auge 
bestimmt. Bei der Phasenverschiebung betragen sie konstant etwa 
$0,05\pi$, bei der Spannungsverst"arkung wurde ihre Gr"o"se wie in der 
Tabelle angegeben abgesch"atzt.\\ F"ur die Frequenz von 1 MHz konnte 
beim Tiefpass aufgrund der nur noch sehr geringen Amplitude des 
Ausgangssignals die Phasenverschiebung nicht eindeutig bestimmt 
werden.

An die Messpunkte f"ur die Spannungsverst"arkung $v$ wird fehlergewichtet 
eine Butter\-worth-Filterfunktion nach Abs.~\ref{filter} gefittet 
(log-log-Bodeplots in Abbildungen A und C). Dabei werden jeweils nur 
die Frequenzen unter 120 kHz  ber"ucksichtigt, da beim Hochpass ab etwa 
dieser Frequenz die maximale Anstiegsrate des Verst"arkerausgangs 
(\frspr{slew rate}) die Ausgangsamplitude begrenzt und da beim 
Tiefpassfilter die f"ur 1 MHz gemessene Spannung bereits so klein ist, 
dass sich auch hier Fehler des Verst"arkers bemerkbar machen. Die Fits 
haben eine recht hohe G"ute, wie sich an den niedrigen $\chi^2$-Werten 
(Summe der Abweichungsquadrate) von $7\ee{-5}$ f"ur den Hochpass und 
$2,3\ee{-4}$ f"ur den Tiefpass zeigt. 
\begin{tabbing}
\textbf{Ergebnisse der Fits}\\
Hochpass \quad  \=$f_g=(4,26\pm0,18)\unit{kHz}$\quad\=$v_0=1,906\pm0,021$\quad  \=$n=-$\=$1\pm0,058$\\ 
Tiefpass        \>$f_g=(9,41\pm0,43)\unit{kHz}$     \>$v_0=1,640\pm0,027$       \>$n=$\>$2\pm0,28$\\ 
Paramternamen: siehe Abs.~\ref{filter}\\
\end{tabbing}
Insbesondere wird best"atigt, dass es sich bei den Tiefpassfiltern um 
Butterworth-Filter zweiter bei den Hochpassfiltern um solche erster 
Ordnung handelt. Die Grenzfrequenz des Hochpassfilters liegt innerhalb 
der Fehlergrenzen des in Abschnitt~\ref{filterbeschr} berechneten 
Wertes von $4,8\pm1,1\unit{kHz}$.\\
F"ur die beiden anderen Filter ergaben sich experimentell folgende Daten:
\begin{tabbing}                                                                                         
Hochpass \quad \=$f_g=(0,11\pm0,005)\unit{Hz}$\quad  \=$v_0=2,0\pm0,2$\\ 
Tiefpass       \>$f_g=(10\pm0,5)\unit{Hz}$    \>$v_0=1,7\pm0,2$ 
\end{tabbing}
Auch die Grenzfrequenz des 0,1Hz-Hochpasses ist also innerhalb 
der Fehlergrenzen konform mit dem berechneten Wert.\\ Aus den 
experimentellen Filterdaten ergibt sich f"ur das hohe Frequenzband nach 
Formel \eqref{breit} eine Rauschbandbreite von $B_n=9,91\unit{kHz}$, 
wobei der gegen"uber der Differenz der 3dB-Grenzfrequenzen hoch 
erscheinende Wert  darauf zur"uckzuf"uhren ist, dass die 
Produktfilterfunktion also der Bandpass nur noch eine 
Maximalverst"arkung von ${v_{0B}}^2=0,572\cdot{v_{0H}}^2{v_{0T}}^2$ aufweist. Ein 
Fehler dieser Bandbreite kann exakt praktisch nicht berechnet werden, 
da die zugrundeliegende Formel "uber $v_{0B}$ auf "au"serst 
komplexe Weise von den fehlerbehafteten Fitparametern abh"angt. Als 
Sch"atzwert f"ur den Fehler der Rauschbandbreite soll daher der Fehler 
dienen, der bei einfacher Differenzbildung auftreten w"urde, also 
\begin{equation*}\frac{\Delta B_n}{B_n}=\sqrt{\left(\frac{0,18}{4,26}\right)^2+\left(\frac{0,43}{9,41}\right)^2}=6,2\% 
\end{equation*}
Aus analogen "Uberlegungen f"ur den zweiten Bandpass ergibt sich bei 
diesem eine Rauschbandbreite von  $B_n=11,0\unit{Hz}\pm6,8\%$.\\ Die 
Phasenverschiebung ist in den Abbildungen B f"ur den Tiefpass und 
D f"ur den Hochpass bei linearer Achsenskalierung aufgetragen. Die 
Graphen wurden dabei mittels eines Splines bzw. eines b-Splines 
interpoliert. Theoretisch w"urde hier ein Verlauf wie 
$\arctan(f^2/f_g)$ f"ur den Tiefpass bzw. $\arctan(f_g/f)$ f"ur den 
Hochpass erwartet, da diese Gr"o"sen das Argument der komplexen 
Verst"arkungsfunktion beschreiben. Qualitativ sehen die gemessenen 
Kurven diesen theoretischen auch recht "ahnlich, jedoch verl"auft die 
Kurve des Tiefpasses bei uns von $\pi$ bis $2\pi$ statt von Null bis 
$\pi/2$ bei der Grenzfrequenz messen wir dementsprechend etwa $3/2\pi$ 
statt $\pi/4$. Die Hochpasskurve zeigt zun"achst ann"ahernd den 
theoretischen Verlauf, nimmt bei der Grenzfrequenz auch in etwa den 
Wert $\pi/4$ an, geht dann aber nicht gegen Null, sondern verl"auft 
fast linear in den negativen Bereich. Diese Abweichungen vom 
theoretischen Verhalten sind vermutlich dadurch bedingt, dass auch die 
anderen Bauteile der aktiven Filter Einfluss auf die Phasenverschiebung 
haben. 
                                          
\subsection{Strom- und Spannungsrauschen des Verst"arkers}   
Aus den aufgenommenen Oszillogrammen (Abbildungen 17, 19,\dots 37, 39) 
wurden die Werte in Tabelle~\ref{rausch} bestimmt. Dabei wurden zur 
Korrektur der \vs-Werte die S"attigungsverst"arkungen der Bandp"asse 
von $v_{0B}=2,36$ (5-10 kHz) und $v_{0B}=3,39$ (0,1-10 Hz) verwendet, 
ansonsten wurde verfahren wie unter \ref{uirausch} angegeben.

\begin{table}[htpb]
\begin{center}
    
\begin{tabular}{|l|rrr|}
\hline                                                                      
\textbf{Spannung}                   &   \multicolumn{3}{|c|}{\textbf{5kHz-10kHz}}             \\  
\hline                                                  
                                    &   AD711JM     &   UA741CDP    &F218AR-UA741CP\\   
\hline                                                  
$V_{pp}$ in Volt                    &   [6,16E-02]    &   7,04E-03    &   8,88E-03    \\   
\vs in Volt (uk)                    &   [9,53E-03]    &   1,12E-03    &   1,39E-03    \\   
crest factor                        &   6,46        &   6,27        &   6,41        \\   
\vs in Volt (k)                     &   [4,04E-03]    &   4,76E-04    &   5,87E-04    \\   
$e$ in V/$\surd$ Hz                 &   [4,06E-05]    &   4,78E-06    &   5,90E-06    \\   
$e_n$ in V/$\surd$ Hz               &   [4,06E-08]    &   4,78E-09    &   5,90E-09    \\   
\hline
\multicolumn{4}{c}{~}                                                     \\                                                  
\hline                       
\textbf{Spannung}                   &   \multicolumn{3}{|c|}{\textbf{0,1Hz-10Hz}}            \\    
\hline                                                                            
                                    &   AD711JM     &   UA741CDP    &   F218AR-UA741CP \\
\hline                                                                            
$V_{pp}$ in Volt                    &   2,72E-03    &   7,52E-03    &   4,32E-03    \\    
\vs in Volt (uk)                    &   3,93E-04    &   1,17E-03    &   5,71E-04    \\    
crest factor                        &   6,92        &   6,45        &   7,57        \\    
\vs in Volt (k)                     &   1,16E-04    &   3,44E-04    &   1,68E-04    \\    
$e$ in V/$\surd$ Hz                 &   3,50E-05    &   1,04E-04    &   5,08E-05    \\    
$e_n$ in V/$\surd$ Hz               &   3,50E-08    &   1,04E-07    &   5,08E-08    \\    
\hline
\multicolumn{4}{c}{~}                                                     \\                                                                      
\hline                                                                                                                      
\textbf{Strom}                      &   \multicolumn{3}{|c|}{\textbf{5kHz-10kHz}}            \\ 
\hline                                                  
                                    &   AD711JM     &   UA741CDP    &F218AR-UA741CP\\ 
\hline                                                  
$V_{pp}$ in Volt                    &   2,34E-01    &   4,28E-02    &   3,48E-02    \\ 
\vs in Volt (uk)                    &   3,60E-02    &   7,17E-03    &   5,64E-03    \\ 
crest factor                        &   6,49        &   5,97        &   6,17        \\ 
\vs in Volt (k)                     &   1,53E-02    &   3,04E-03    &   2,39E-03    \\ 
$e$ in V/$\surd$ Hz                 &   1,53E-04    &   3,05E-05    &   2,40E-05    \\ 
$i_n$ in A/$\surd$ Hz               &   (7,67E-14)  &   (1,53E-14)  &   (1,69E-14)  \\ 
\hline
\multicolumn{4}{c}{~}                                                     \\
\hline                       
\textbf{Strom}                      &    \multicolumn{3}{|c|}{\textbf{0,1Hz-10Hz}}            \\     
\hline                                                                              
                                    &    AD711JM     &   UA741CDP    &   F218AR-UA741CP \\ 
\hline                                                                              
$V_{pp}$ in Volt                    &    3,32E-02    &   4,84E-02    &   1,92E-01    \\     
\vs in Volt (uk)                    &    3,73E-03    &   7,73E-03    &   2,73E-02    \\     
crest factor                        &    8,91        &   6,26        &   7,04        \\     
\vs in Volt (k)                     &    1,10E-03    &   2,28E-03    &   8,05E-03    \\     
$e$ in V/$\surd$ Hz                 &    3,31E-04    &   6,88E-04    &   2,43E-03    \\     
$i_n$ in A/$\surd$ Hz               &    1,39E-13    &   3,32E-13    &   1,21E-12    \\     
\hline                       


\end{tabular}

\caption{Rauschspannung und Strom bei verschiedenen OPV}\label{rausch}
\end{center}
\end{table}
Die Werte in eckigen Klammern sind vermutlich um den Faktor f"unf zu hoch, siehe dazu Abschnitt~\ref{stoer1}.
Die Bezeichnung $V_{pp}$ in der Tabelle steht f"ur peak-to-peak-Werte 
der aufgenommenen Oszillogramme. Der \frspr{crest factor} ist der 
Quotient aus $V_{pp}$ und \vs. Diese Gr"o"se ist charakteristisch f"ur 
die zugrundeliegende Momentanwertverteilung. Der \frspr{crest factor} 
von $6$ bis $8$ best"atigt hier ebenso wie die exemplarisch erstellten 
Histogramme (Abbildungen 22b und 24b) die Gaussverteilung der 
Momentanspannungen.\\ Weiterhin ist an den Messdaten f"ur \vs und den 
Fourierplots deutlich der Einfluss des $1/f$-Rauschens zu erkennen: 
entsprechende Messwerte sind f"ur das hohe Frequenzband regelm"a"sig 
deutlich kleiner als f"ur das niedrige Frequenzband. Interessant sind 
auch die Abweichungen zwischen den beiden 741. Obwohl beide Verst"arker 
der gleichen Familie angeh"oren, zeigen sie Unterschiede in den 
Rauschspannungen von bis zu einer Gr"o"senordnung. Da verwundert es 
dann auch nicht sehr, dass unsere Messwerte von den f"ur den 741 in 
\cite{Meschede::1993} angegebenen ($e_n=15\unit{nV}$, 
$i_n=0,5\unit{pA}$) um etwa den gleichen Faktor abweichen. 
Literaturdaten f"ur den 711 habe ich nicht gefunden.\\ Leider sieht man 
an unseren Ergebnissen auch, dass es eine sehr heikles Unterfangen ist, 
eine Messgr"o"se aus der sehr kleinen Differenz zweier Zahlen zu 
bestimmen, da diese Methode bei einer gewissen Gr"o"se der Fehler zum 
v"olligen Misserfolg f"uhren kann. In diesem Fall liegt es daran, dass 
das thermische Rauschen der Widerst"ande in die gleiche Gr"ossenordnung 
kommt wie das Stromrauschen des Operationsverst"arkers. Nehmen wir 
einmal als Beispiel an, wir h"atten einen Rauschstrom $i_n$ von 0,01 pA, 
was nicht einmal extrem gering ist. Dann h"atte man als Differenz unter 
der Wurzel in \eqref{irauschgl} einen Wert der um den Faktor zehn 
kleiner ist als das thermische Rauschen. Das hei"st, sobald z. B. durch 
die Toleranzen der Widerst"ande ein Fehler von 10\% entsteht, kann der 
Radikand negativ werden und die Bestimmung des gesuchten Wertes 
scheitern. Hier ist dies offensichtlich bei der Messung des 
Stromrauschens im hohen Frequenzband der Fall. Die Werte in runden Klammern 
sind daher ohne die Korrektur auf das thermische Rauschen in $R\pm$ 
berechnet.\\ Bei der Berechnung der Fouriertransformationen (18, 20, 
\dots, 38, 40) wurde die M"oglichkeit genutzt, nur positive Frequenzen 
zu ermitteln, so dass der Einfluss der Abtastfrequenz schon bei der FFT 
eliminiert wird. Hier wird der Einfluss der Filter relativ gut 
sichtbar. Zum Beispiel sieht man in Abbildung~20 deutlich die 
Unterdr"uckung niedriger Frequenzen unterhalb der Grenzfrequenz des 
Hochpasses und in Abbildung~26 die Unterdr"uckung der Frequenzen oberhalb 
der Grenzfrequenz des Tiefpasses. Zu beachten ist auch, dass w"ahrend 
der ca. 1-min"utigen Messzeit im niedrigen Frequenzbereich noch ein 
hoher Gleichstrom\-anteil gemessen wird, dies konnte selbst dann nicht 
ganz eliminiert werden, wenn man die Aufladekurve des 
Filterkondensators auf dem Oszilloskop beobachtet und abgewartet hat. 
 

\subsection{Externe St{\"o}rungen}\label{stoer1}
Hier wurden die Messwerte in Tabelle \ref{stoer} aufgenommen. Zun"achst 
f"allt auf, dass offensichtlich unsere Messung des ungest"orten 
Messwertes f"ur das Spannungsrauschen um mindestens einen Faktor 5 zu 
hoch lag, da es eigentlich keinen Grund gibt, warum der gest"orte 
Verst"arker weniger Rauschen sollte. Ich vermute daher stark, dass wir 
hier f"alschlicherweise die 5x-Checkbox des Oszilloskop-Ausleseprogramms
aktiviert hatten.\\
Die Fourierspektra und die \vs-Verh"altnisse zeigen
in erster Linie eine unspezifische Erh"ohung der Rauschamplitude "uber 
das ganze Spektrum. Beim Computermonitor treten aber einige 
charakteristische Ver"anderungen auf. Erstens zeigt das Oszillogramm 
des Stromrauschens (Abb.~13) ein Amplitudenband, das nur von einigen 
wenigen Peaks von diesen aber sehr weit "ubertroffen wird. Und zweitens 
sind in der FFT (14, 6a) einige scharfe Peaks in dem Bereich zu 
erkennen, der durch den Tiefpass eigentlich schon stark unterdr"uckt 
ist. Die Peaks sind ann"ahernd "aquidistant im Abstand von 5,3-5,5~kHz; 
den bei weitem gr"o"sten Teil der Intensit"at vereint der Peak bei 
32,3~kHz auf sich. M"oglicherweise handelt es sich bei dieser Frequenz 
genau um die horizontale Ablenkfrequenz des Monitors: je nachdem, ob 
das Display 480 oder 600 Zeilen anzeigt entrspr"ache dies einer 
Bildrate zwischen 50 und 67~Hz, was durchaus im Bereich des "ublichen 
ist. Zur Illustration des Einflusses dieses Signals auf das 
Rauschsignal ist in Abb.~6b ein Teil des Oszillogrammes mit der von den 
Peaks erzeugten Welle noch einmal vergr"o"sert abgebildet. 
\begin{table}[htpb] \begin{center}
\begin{tabular}{|l|ccc|}
\hline                          
\textbf{Spannung}   &   $V_{pp}$ in Volt    &   \vs in Volt &   $\vs/(\vs)_0$ \\
\hline                          
Monitor         &   1,66E-02    &   2,53E-03    &   [0,266]   \\
Erhitzen        &   1,52E-02    &   2,37E-03    &   [0,249]   \\
Netzger"at      &   1,80E-02    &   2,43E-03    &   [0,255]   \\
Wechselspannung &   1,48E-02    &   2,36E-03    &   [0,247]   \\
\hline                          
\textbf{Strom}  &$V_{pp}$ in Volt&   \vs in Volt &   $\vs/(\vs)_0$ \\
\hline                          
Monitor         &   6,56E-01    &   6,53E-02    &   1,812   \\
Erhitzen        &   3,62E-01    &   5,51E-02    &   1,528   \\
Wechselspannung &   2,36E-01    &   3,57E-02    &   0,992   \\
\hline                          
\end{tabular}
\caption{Ver"anderung des Rauschens unter externen St"orungen}\label{stoer}
\end{center}\end{table}


\section{Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse}
Im ersten Versuchsteil wurden durch geeignete Dimensionierung der 
$RC$-Glieder f"ur die Hochpassfilter mit zufriedenstellender 
Genauigkeit die gew"unschten Grenzfrequenzen erreicht, die gemessenen 
Bode-Plots entsprachen gut dem Modell. Der Einfluss der \frspr{slew 
rate} auf die Verst"arkung bei hohen Frequenzen wurde beobachtet. Im 
zweiten Versuchsteil wurden Messergebnisse f"ur Rauschspannung und 
Rauschstrom der drei Operationsverst"arker ermittelt, die im plausiblen 
Bereich liegen; eine genaue "Uberpr"ufung konnte leider nicht erfolgen, 
da in den Datasheets der Hersteller, die im Internet verf"ugbar sind, 
keine Rauschdaten angegeben sind. Im dritten Versuchsteil konnte der 
Einfluss externer St"orungen insbesondere in Form elektromagnetischer 
Signale auf eine unabgeschirmte Verst"arkerschaltung nachgewiesen 
werden. 
\bibliography{a}
\bibliographystyle{gerplain}
 \end{document} 

