\documentclass[a4paper,titlepage,twoside]{article}                                    
\usepackage{a4,ngerman,amsmath,amssymb,times,graphics}
\usepackage{bibgerm}                                                                               
\author{Michael Nirschl, Moritz Ringler}
\numberwithin{equation}{section} 
\newcommand{\dx}[1]{\>\text{d}#1}
\newcommand{\wa}{\ensuremath{\omega_A}}
\newcommand{\fourier}[1]{\mathcal{F}\left(#1\right)}
\newcommand{\fourie}[2]{\left(\fourier{#1}\right)\left(\omega\right)}
\newcommand{\fournb}[1]{\mathcal{F}#1} 
\newcommand{\founb}[2]{\left(\fournb{#1}\right)\left(\omega\right)} 
\newcommand{\unit}[1]{\text{ #1}}
\newcommand{\no}{\ensuremath{\nu_0}}
\newcommand{\na}{\ensuremath{\nu_A}}
\title{Protokoll zum FP-Versuch E208\\Fouriertransformation und nichtlinearer Oszillator}                      
\date{08./09.05.2000}                                                    

\begin{document}                                                                      
\maketitle                                                                            
\tableofcontents                                                                      
\newpage                                                                              
\section{Thema}                                                                       
Im ersten Teil dieses Versuchs werden am Computer die Eigenschaften der schnellen Fouriertransformation und 
insbesondere m"ogliche Fehlerquellen bei der FFT studiert. Im 
zweiten Teil wird am Beispiel eines Serienschwingkreises mit 
Kapazit"atsdiode das Verhalten nichtlinearer physikalischer Systeme 
untersucht und mit dem Modell des Toda-Oszillators verglichen.
\section{Theorie}
\subsection{Die Schnelle Fouriertransformation}
Bei der Fouriertransformation wird ein Zeit-Signal $f(t)$, das 
bestimmte mathematische Kriterien erf"ullt\footnote{Hinreichend ist z. 
B. das Kriterium von Dirichlet-Jordan: $f(t)$ habe in jedem endlichen 
Teilintervall h"ochstens endlich viele Sprungstellen, $f$ sei in jedem 
endlichen Teilintervall von beschr"ankter Schwankung und 
$\int_{-\infty}^{\infty}\lvert f(t)\rvert\dx{t}$ konvergiere, dann ist 
$f(t)$ als Fourierintegral darstellbar.}, als Integral "uber $\omega 
\epsilon \mathbb{R}$ der Funktionen $e^{i\omega t}$ dargestellt. Die 
Koeffizienten $F(\omega)$ sind das (Frequenz-)Spektrum von $f$, die 
Funktion $F$ oder $\fournb{f}$ hei"st die Fouriertransformierte von 
$f$ und berechnet sich als 
\begin{equation}F(\omega)=(2\pi)^{-1}\int\limits_{-\infty}^{\infty}f(t)\> e^{-i\omega t} \dx{\omega} \end{equation} 
Es gilt das Fourierfaltungstheorem 
\begin{eqnarray}
\fourier{f\ast g}=FG\\ 
F\ast G=\fourier{fg}\label{falt}
\end{eqnarray} 

Im Versuch wird anhand eines endlichen Satzes von Abtastwerten, eine 
endliche Zahl von Werten der Fouriertransformierten berechnet (diskrete 
Fouriertransformation, DFT). Das Integral geht dabei in eine 
endliche Summe "uber. Die Formel lautet: 
\begin{equation}\overline{F}\left(\frac{m}{N}\omega_A\right)=\sum\limits_{n=0}^{N-1}f_n\ast \exp\left(-i\frac{m}{N}\omega_At_n\right)\end{equation}\label{dft}
wobei $N$ die Anzahl der Abtastwerte bedeutet, $m$ von $0$ bis $N-1$ 
l"auft, $\wa=2\pi/T_A$ die Abtastfrequenz angibt, und $f_n$ den 
Abtastwert von $f$ zur Zeit $t_n=nT_A$ darstellt. Ein spezieller 
Algorithmus der die Symmetrien von 
$\overline{F}\left(\frac{m}{N}\wa\right)$ ausnutzt und insbesondere von 
der M"oglichkeit Gebrauch macht, eine DFT mit $2N$ Abtastwerten in zwei 
DFTs mit $N$ Abtastwerten zu zerlegen, ist die Schnelle 
Fouriertransformation (FFT). Mit diesem Algorithmus kann der 
Rechenaufwand f"ur Abtastwertes"atze mit $2^k, k\epsilon \mathbb{N}$ 
Elementen gegen"uber der direkten Berechnung jedes einzelnen Wertes 
nach Gl.~\eqref{dft} drastisch vermindert werden; so ist etwa f"ur 
$k=9$ die FFT mehr als 100fach schneller. 

\subsection{Abtastung}\label{th.abtastung}
Wie bereits oben erw"ahnt, wird im vorliegenden Fall, die 
Fouriertransformation anhand eines diskreten Satzes von Abtastwerten 
numerisch durchgef"uhrt. Mathematisch kann man die Abtastung als 
Auswertung des Produkts der abgetasteten Funktion mit einer 
Kamm-Funktion und einer Filterfunktion ansehen. Man betrachte der 
Einfachheit halber (etwas unrealistisch) einen sogenannten Dirac-Kamm 
$c_{T_A}$, der aus unendlich vielen Diracfunktionen im Abstand 
$T_A$ symmetrisch um die Null besteht, und vernachl"assige zun"achst den 
Filter. Es gilt $\smash{\mathcal{F}}c_{T_A}=c_{2\pi/T_A}=c_{\wa}$. Dann 
gilt f"ur die abgetastete Funktion $f_A(t)$ nach Gl.~\eqref{falt} 
\begin{equation}
\begin{split}
\founb{f_A}{\omega}&=\fourie{f\>c_{T_A}}{\omega}\\ 
&=\left(F\ast c_{\omega_A}\right)(\omega)
\end{split}
\end{equation}
In Worten hei"st das, dass im Frequenzspektrum jeweils die Werte 
$z\>\omega_A$ der Null "aquivalent sind, das Spektrum wiederholt sich 
also im Abstand von \wa. Ist nun $f$ bandbreitenbegrenzt, das hei"st, 
gilt $F(\omega)=0$ f"ur $\lvert\omega\rvert>B$, und gilt ferner die 
Abtastbedingung 
\begin{equation}\wa<B/2\label{tast}\end{equation}
so besteht $\fournb{f_A}$ aus den getrennten Spektren $F(\omega)$ 
im Abstand \wa. Filtert man also das Spektrum mit einer Rechteckfunktion 
$rect_{\wa}$ so erh"alt man aus der R"ucktransformation die vollst"andige 
Funktion $f$. Ist $f$ nicht bandbreitenbegrenzt oder gilt nicht die 
Bedingung~\eqref{tast}, so "uberlappen sich die Spektren 
\begin{equation}\founb{f_A}{\omega}=\sum\limits_{z\epsilon\mathbb{Z}}F(\omega+z\wa)\neq F(\omega)\end{equation}
und eine eindeutige Rekonstruktion von $f$ ist nicht mehr m"oglich. 
Dieser Effekt hei"st Aliasing.\newline Ber"ucksichtigt man zus"atzlich die 
Filterfunktion also $f_A=f\cdot c_{T_A}\cdot filt$, so ergibt sich im 
Frequenzraum eine zus"atzliche Faltung mit der Fouriertransformierten 
des Filters (Abb.~\ref{filter}); das hei"st im Falle eines Rechtecks mit einer 
$\sin(\omega)/\omega$ oder $sinc$-Funktion, im Falle des 
Bartlett-Filters (Dreieck) mit $\frac{1-cos(\omega)}{\omega^2}$,  und 
f"ur den Hanning-Filter $\left(h(t)\propto1+cos^2(\pi t)\right)$ ergibt 
sich 
$H(t)\propto\frac{\omega^2-3\pi^2}{\omega^2-4\pi^2}\>\frac{\sin(\omega)}{\omega}$.

\begin{figure}
\begin{center}
\includegraphics{rbh_small2}
\end{center}
\caption{Fouriertransfomierte der im Versuch verwendeten Filter}\label{filter}
\end{figure}

\subsection{Der nichtlineare Oszillator}
Im Versuch wird ein nichtlinearer Serienschwingkreis aus Induktivit"at 
$L$, ohmschem Widerstand $R$ und nichtlinearer Kapazit"at $C$ studiert. 
Als Modell f"ur diesen Schwingkreis dient der Toda-Oszillator: hier 
wird das Verhalten der Kapazit"atsdiode insofern idealisiert, als man 
einen Pol der Kapazit"at bei der Durchlassspannung $-U_0$ annimmt. 
Tats"achlich bleibt die Kapazit"at f"ur $U\downarrow-U_0$ endlich und 
geht erst mit $U\rightarrow-\infty$ gegen unendlich. Als Formel f"ur 
$C$ nimmt man also an 
\begin{align}
C(U)&=\frac{C_0U_0}{U_0+U}\\
\intertext{woraus folgt} 
U(Q)&=U_0 \left(\exp\left(\frac{Q}{C_0U_0}\right)-1\right)
\end{align}
Die Differentialgleichung des Toda-Oszillators lautet in dimensionslosen Gr"o"sen
\begin{equation}\ddot{q}+r\dot{q}+e^q-1=a\cos(\omega t)\end{equation}
wobei $r$ proportional zur D"ampfung und $a$ proportional zur Anregung 
ist. Mittels Taylorentwicklung erster Ordnung wird diese Gleichung 
diskretisiert und in das System von Differenzengleichungen
\begin{align}\dot{q}\rvert_{n+1}&=\dot{q}|_n(1-r\,\Delta t)+\left(a\cos(n\omega\,\Delta t)-e^{q_n}+1\right)\,\Delta t \\
q_{n+1}&=q_n+\dot{q}\rvert_n
\end{align}
"uberf"uhrt, wobei $q_n=q(n\,\Delta 
t)$ und $\dot{q}\rvert_n=\dot{q}(n\,\Delta t)$. Dieses Gleichungssystem 
liegt den vom Computer berechneten Werten zugrunde.

Nichtlineare Systeme wie der nichtlineare Oszillator oder die 
logistische Gleichung  $x_{n+1}=ax_n(1-x_n)$ zeigen bei Erh"ohung des 
Kontrollparameters $a$ folgendes Verhalten f"ur gro"se $n$. Zun"achst gibt 
es nur einen einzigen Fixpunkt, dann  erfolgen im periodischen Gebiet 
sukzessive Bifurkationen, d.\,h.  bei Werten $a_m$ des 
Kontrollparameters verdoppelt sich die Anzahl der Fixpunkte auf $2^m$;
die neuen Fixpunkte haben die doppelte Periode. F"ur die Werte $a_m$ 
gilt 
\begin{equation}a_m=a_\infty-c\cdot\delta^m, m\gg1\label{delta}\end{equation}
F"ur die gemittelten Linienst"arken $I$ zweier aufeinanderfolgender 
Bifurkationen gilt
\begin{equation}\overline{\lvert I_{m+1}\rvert}=\mu^{-1} \overline{\lvert I_{m}\rvert}, m\gg1\label{alpha}\end{equation}
wobei $\mu=4\alpha/\sqrt{2+2\alpha^{-2}}$ und $\alpha\approx2,5029$ und 
$\delta\approx4,6692$ die universellen Feigenbaumkonstanten sind.
                                                                    
\section{Beschreibung}
\subsection{Fouriertransformation}
Im ersten Versuchsteil wird mittels des Computerprogrammes fp-fft93\footnote{Beschreibung von fp-fft93 und fpmess93 in \cite{Peters::1988}} die 
schnelle Fouriertransformation untersucht.

Zun"achst wird an einem simulierten idealen Datensatz der Einfluss der 
verschiedenen FFT-Parameter bei idealer Abtastung untersucht. Die 
folgenden Parameter werden jeweils einzeln variiert: 
\begin{itemize} 
\item{APP, Abtastungen pro Periode $=\omega_a/\omega$}
\item{\#DP, Anzahl der Abtast-Datenpunkte}
\item{Filter- oder Fensterfunktion}
\end{itemize}
Daraufhin wird am Rechner eine reale Datenabtastung simuliert, hier 
k"onnen die Auswirkungen von (wei"sem) Rauschen sowie von endlicher 
Abtastzeit (mit Mittelwerterfassung und Spitzenwerterfassung) auf das 
Spektrum beobachtet werden. Schliesslich werden reale Signale eines 
Frequenzgenerators aufgenommen. Dazu wird der Ausgang des ersten der 
beiden verf"ugbaren Funktionsgeneratoren auf den Eingang des 
Analog-Digital-Wandlers (ADC) f"ur die Abtastfrequenz gegeben. Da 
dieses Signal nur als Trigger benutzt wird spielt die Signalform hier 
keine Rolle. Der Ausgang des zweiten Funktionsgenerators wird an den 
Signalmesseingang des ADC angeschlossen. Es werden vergleichbare 
Parameter gew"ahlt wie bei der vorangegangenen Simulation, damit die 
erhaltenen Spektren miteinander verglichen werden k"onnen. 

\subsection{Nichtlinearer Oszillator}
Der Serienschwingkreis (Kenngr"o"sen in \cite{Peters::1988}) wird 
zusammengesteckt, "Uber einen entkoppelnden Transformator wird er an den 
Funktionsgenerator angeschlossen, der die Anregungsspannung liefert. 
Diese wird "uber dem Ausgang des Transformators abgenommen und sowohl 
auf den x-Kanal des Oszilloskops, als auch auf den Messeingang des ADC 
f"ur die Anregungsfrequenz gegeben. "Uber dem Potentiometer $R$  wird 
im Schwingkreis $\dot{Q}$ abgenommen und auf die y-Ablenkung des 
Oszilloskops und den Signaleingang des ADC gegeben. Eine Schaltskizze 
findet sich in \cite[Abb.~41]{Peters::1988}. Mit Hilfe des Oszilloskops 
bestimmt man die Frequenz, bei der durch Erh"ohung der anregenden 
Amplitude die meisten Bifurkationen erreicht werden k"onnen, ohne dass 
das System zu chaotischem Verhalten "ubergeht. Hierbei m"ussen zwei 
Parameter ver"andert werden: die Amplitude und die Frequenz der 
anregenden Spannung. Dazu gehen wir wie folgt vor: zun"achst wird die 
Amplitude fast voll aufgedreht und dann bei niedrigen Frequenzen 
beginnend die Frequenz erh"oht, bis die dritte Bifurkation sichtbar 
wird. Dann wird die Frequenz weiter erh"oht; sobald Chaos eintritt, 
wird die Amplitude vermindert, bis das periodische Gebiet wieder 
erreicht ist. Schliesslich w"ahlen wir die Frequenz mit den meisten 
Bifurkationen. Bei dieser Frequenz werden nun mit fpmess93 die 
"Ubergangsamplituden $a_m$ der anregenden Spannung bestimmt, zwischen 
den "Uberg"angen wird das Spektrum des Oszillators aufgenommen. Mit 
Hilfe der $a_m$ zeichnet man das Bifurkationsdiagramm und bestimmt nach 
Gl.~\eqref{delta} die Feigenbaumkonstante $\delta$. Aus den 
Intensit"aten der Spektren l"asst sich mittels Gl.~\eqref{alpha} die 
Feigenbaumkonstante $\alpha$ absch"atzen. Zum Schluss werden noch 
Datens"atze aus interessanten Bereichen des programmierten 
Toda-Oszillators mit 
\begin{tabbing}
$L$\qquad\=160\quad\=mH\\
$R$\>   1.9\>   k$\Omega$\\
$C_0$\> 550\>   pF\\
$U_0$\> 1.2\>   V\\
$f_0$\> 16.96\> kHz 
\end{tabbing}
erzeugt und deren Spektren mit denen des 
realen Oszillators verglichen. 
                                                                 
\section{Ergebnisse und Fehler}                                                       
\subsection{Fouriertransformation}
\subsubsection{Die FFT mit idealer Abtastung}
Zun"achst untersuchen wir hier den Einfluss des APP-Wertes, anders 
ausgedr"uckt also des Verh"altnisses von Abtast- zu Signalfrequenz(en). 
Als erstes betrachten wir eine Sinusschwingung mit folgenden 
Parametern:
\begin{tabbing}
Funktion\qquad\=Sinus\\ 
\#DP\>1024\\
Fenster\>keines 
\end{tabbing}
Im wesentlichen ist in allen Spektren eine einzelne Linie zu sehen, was 
klar ist, wenn man ber"ucksichtigt, dass standardm"a"sig negative 
Frequenzen in den positiven Frequenzbereich gespiegelt werden.\\ Da in 
den Spektren die Frequenz in Bruchteilen der Abtastfrequenz aufgetragen 
wird, erwartet man als Idealverhalten einen $\delta$-Peak bei beim 
Kehrwert des eingestellten APP-Wertes. Von diesem Idealverhalten  
weicht das Ergebnis bei APP-Werten $<2$ deutlich ab, da die in 
Abschnitt~\ref{th.abtastung} erl"auterte Abtastbedingung verletzt wird. 
Die zugeh"orige Messreihe findet sich in Tabelle~\ref{alias}. Der 
Aliasing-Effekt zeigt sich hier darin, dass bei Abtastfrequenzen 
$\na<2\nu$  eine um \na\/ falsche Frequenz angegeben wird. Au"serdem 
wird die Peakform in diesem Bereich schlechter, was aber eher auf die 
nichtganzzahligen APP zur"uckzuf"uhren ist. 
\begin{table}[hbtp]
\begin{center}
\begin{tabular}{|l|ccccc|}
\hline
 APP        &     8.0   &   4.0  &   2.0  &   1.5   &       0.7       \\
 1/APP      &   0.125   &  0.25  &  0.5   &  0.67   &      1.42       \\
 $\nu/\na $ & 0.12-0.13 &  0.25  &  0.5   & (-)0.33 &      0.42       \\
 Abweichung &     0     &   0    &   0    &    1    &        1        \\
 Peakbreite &  schmal   & schmal & schmal &  breit  & s. Ausdruck~1 \\
 \hline
\end{tabular}
\end{center}
\caption{Spektren einer Sinusschwingung f"ur verschiedene Werte von APP}\label{alias}
\end{table}

Als n"achstes untersuchten wir eine Rechteckschwingung mit 
\begin{tabbing}
Funktion\qquad\=Rechteck\\ 
\#DP\>1024\\ 
Fenster\>keines\\ 
APP\>6$\pi$ 
\end{tabbing}
Der APP-Wert bezieht sich auf die Periode der Rechteckschwingung. Da 
die Rechteckschwingung aber keine bandbeschr"ankte Funktion ist 
\begin{equation}f(t)=\frac{8\,f_{+}}{T}\sum\limits_{k=0}^{\infty}\frac{\sin\left((2k+1)\omega_0 t\right)}{2k+1}\end{equation}
machen sich  Aliasing-Effekte bemerkbar. Wie in Ausdruck~2 zu sehen, 
werden alle Fourieranteile mit $k>4$ nicht richtig im Spektrum 
dargestellt , so ist  z.\,B. f"ur $k=5$ der Peak nicht bei 
$11/\text{APP}=0.584$ dargestellt, sondern bei 
$0.42\approx\lvert0.584-1\rvert$. Interessant ist auch, dass die 
Amplituden regelm"a"sig nicht bei den erwarteten Werten liegen 
(Kehrwerte im Verh"altnis (1:3:5:7:9:11\dots) sondern stark um diese 
Werte schwanken (1:2.57:5.44:6.69:7.44:13.46\dots). In erster Linie 
d"urfte das auf die unterschiedliche Peakbreite zur"uckzuf"uhren sein, 
aber zum Teil liegt es wohl auch daran, dass bei einigen Frequenzen 
h"ohere und niedrigere Harmonische aufgrund von Aliasing 
zusammenfallen. 

Im n"achsten Schritt betrachteten wir den Einfluss der Fenster- oder 
Filter-Funktionen auf das Spektrum, indem wir den Datensatz der 
einzelnen Sinusschwingung 
\begin{tabbing}
Funktion\qquad\=Sinus\\ 
\#DP\>1024\\ 
APP\>8 
\end{tabbing}
mit den Filtern Rechteck, Bartlett und Hanning (Ausdrucke~3-5) 
filterten. Vergleichbarkeit ist hier nur bedingt gegeben, da die 
unterschiedlichen Filterbreiten nicht bekannt sind. Dennoch werden 
qualitativ die theoretischen "Uberlegungen aus 
Abschnitt~\ref{th.abtastung} best"atigt. Anschaulich kann man das auch 
so verstehen, dass die Rechteckfunktion eine scharfe Hauptlinie hat, 
aber noch relativ ausgepr"agte Oberschwingungen; die Dreieckfunktion 
kommt einem einzelnen Sinus recht nahe und hat daher eine relativ 
breite Hauptlinie und schwache Oberfrequenzen; der 
$(1+\cos^2)$-Hanningfilter liegt in etwa dazwischen. Allerdings hat er 
in unserem Ausdruck noch deutlich schw"achere Oberschwingungen als der 
Bartlett-Filter. 

Die Beobachtungen aus \cite{Peters::1988} zum Vergleich von 
ganzzahligem und irrationalem APP-Wert k"onnen von uns nicht best"atigt 
werden. In den Ausdrucken der Dreicksschwingung mit ganzzahligen APP 
(Ausdruck~7) und der Rechteckschwingung mit "`irrationalen"' APP 
(Ausdruck~2) f"allt lediglich auf, dass das Dreiecksignal deutlich 
schw"achere Oberschwingungen enth"alt (sie klingen mit $(2k+1)^2$ ab) 
und ausserdem  die h"oheren Oberschwingungen wegen der ganzzahligen APP 
exakt auf den vorangehenden landen, so dass weniger Linien zu sehen 
sind. Schmaler sind die Peaks aber deshalb nicht. Wahrscheinlich liegt 
das daran, dass wir den Ausgangsdatensatz nicht gefiltert haben und 
damit effektiv einen Rechteckfilter benutzt haben, dessen Auswirkungen 
den erwarteten Effekt "uberlagern. 

Als letzten Paramter bei der idealen Abtastung haben wir die Anzahl der 
Datenpunkte variiert. Im wesentlichen  kann man dabei feststellen, dass 
die Linien breiter werden, da die Aufl"osung der diskreten 
Fouriertransformierten sinkt und das Fenster sich immer st"arker 
auswirkt. Au"serdem stellt man fest, dass der Linienschwerpunkt sich 
verschiebt; so liegt er z.\,B. in Ausdruck~7 bei etwa 3.5 statt bei dem 
erwarteten Wert von 3.33. 

\subsubsection{FFT bei realer Abtastung}
Bei der Simulation der realen Abtastung wurden die Fehlerquellen 
Abtastweite und Wert\-erfassung, Rauschen und Digitalisierungsrauschen 
untersucht. Dabei werden ab diesem Versuchsteil s"amtliche \mbox{FFTen}  
mit Hanning-gewichteten Eingangsdaten durchgef"uhrt. 

Um die Auswirkungen von Abtastweite und Werterfassung zu ermitteln, 
kann im Programm das Verh"altnis von Abtastweite zu Abtastperiode (AA)
eingestellt und dann zwischen Mittelwert- und Maximalwerterfassung 
ausgew"ahlt werden. Wir betrachten jeweils eine Sinusfunktion (eine 
Frequenz):\\[6pt]
Funktion: Sinus (eine Frequenz)\\ 
RA\footnote{Rauschamplitude/Maximalamplitude}: 0\\
APP: 2.3\\ 
DG\footnote{Bitzahl}:64\\[6 pt]
Bei Mittelwerterfassung\footnote{Der Messwert wird als Mittelwert der Werte an den Grenzen des 
Abtastintervalls gebildet.} sind im Spektrum im wesentlichen keine 
"Anderungen zu sehen, dies gilt f"ur AA=0.3 ebenso wie f"ur AA=0.01. 
Dem APP-Wert entsprechend gibt es einen einzigen Peak bei 0.43.\\ 
Wechselt man unter Beibehaltung der "ubrigen Parameter zu 
Maximalwerterfassung\footnote{Der Messwert ist der Maximalwert der 
Funktion w"ahrend der Abtastdauer.}, so sind im Spektrum weitere Linien 
bei 10tel-Bruchteilen der Hauptfrequenz wahrnehmbar (Ausdruck~8). Dies 
liegt daran, dass die Differenz zwischen "`wahrem"' und gemessenen 
Funktionswert ebenfalls regelm"a"sig ist, da man ja regelm"a"sig an den 
gleichen (oder "ahnlichen) Stellen des periodischen Signals abtastet. 
So wird zum Beispiel bei APP=2.3 nach genau 10 Perioden wieder am 
gleichen Punkt abgetastet, so dass alle auftretenden 
Unterfrequenzen Vielfache des 10ten Teils der Signalfrequenz sind. 
Nat"urlich ist das nur bei einem hoch autokorrelierten Signal wie etwa 
einer periodischen Funktion der Fall. Zur Veranschaulichung sind in 
Ausdruck~8b das Originalsignal, die simulierte 
Maximalwerterfassung\footnote{Maximalwert hei"st hier 
$\underset{n=-5\dots5}{\max} \sin\omega (t+x_n)$ mit 
$x_n=\frac{n}{5}\frac{\text{AA}}{2\text{APP}}$.} mit AA=0.3 (rot), und 
die Differenz zwischen den beiden Kurven an den Abtastpunkten (blau) 
geplottet. Man sieht hier deutlich, dass durch die Maximalwerterfassung 
die niedrigeren Harmonischen (besonders deutlich bei der 0.3fachen 
Grundfrequenz) ins Spiel kommen und dass sich die Abtastwerte nach 10 
Perioden wiederholen. Insbesondere sieht man auch, dass es einen 
Konstantanteil ($\nu=0$) gibt. Da dieser im Ausdruck des w"ahrend des 
Versuchs verwendeten Programmes nur sehr gering erscheint, wurde dort 
vermutlich der Betrag des Funktionswertes maximiert und nicht der 
Funktionswert selbst. 

Zur Untersuchung des Digitalisierungsauschens werden folgende Parameter 
gew"ahlt:
\begin{tabbing}
Funktion\qquad\=Sinus (eine Frequenz)\\ RA\>0\\ AA\>0.01\\ 
Mittelwerterfassung\\ APP\>2.3\\ DG\>4 

\end{tabbing}
Der Effekt ist im wesentlichen der gleiche wie bei der 
Maximalwerterfassung (Ausdruck~9). Der Unterschied besteht lediglich 
darin, dass die sich periodisch wiederholenden Abweichungen hier nicht 
durch die Maximalwerterfassung sondern durch den Rundungsfehler in der 
Erfassung des Messwertes erzeugt werden. Alles weitere ist exakt 
genauso wie bei der Maximalwerterfassung, insbesondere gilt auch hier, 
dass die Auswirkungen nur f"ur ein hoch autokorreliertes Signal 
vergleichsweise einfach zu "uberschauen sind.

Am Ende dieses Versuchsteils wird noch Rauschen konstanter spektraler 
Energiedichte simuliert. Im Spektrum ist dabei ein ann"ahernd 
konstanter Untergrund zu sehen, der den eingestellten Anteil RA von der 
Maximalamplitude ausmacht. Kleine Fluktuationen sind nur auf 
statistische Schwankungen bei endlicher Anzahl der Abtastpunkte 
zur"uckzuf"uhren. Dieses sogenannte wei"se Rauschen kommt in der Natur 
z.\,B. im thermischen Rauschen eines Widerstandes vor. 
 
\subsubsection{Reale Abtastung von Signalen aus dem Funktionsgenerator}
Um zu sehen welche der zuvor simulierten Effekte in unserem Aufbau eine 
Rolle spielen, werden Funktionsgeneratorsignale mit verschiedenen 
Parametern abgetastet.\footnote{Anmerkung: Die Messung der Frequenzen durch das 
Computerprogramm ergab bei uns vollkommen abstruse Werte, daher sind 
die Daten f"ur  APP und Antriebsfrequenz in den Ausdrucken falsch!}\\ Bei 
sinnvoller Parameterwahl 
\begin{tabbing}
ADC-Messbereich\quad\=\kill 
Funktion\>Sinus\\ 
$\nu$\>1 kHz\\ 
\na\>2.3 kHz\\
Filter\>Hanning\\ 
Signalspannung\> ca. 2 V\\
ADC-Messbereich\> 5 V 
\end{tabbing}
sieht das Spektrum nahezu ideal aus. Der einzige bemerkbare 
"`Dreckeffekt"' ist ein sehr schwaches Rauschen (Ausdruck~10). Dies 
"andert sich auch nicht, wenn man die Spannung (0.013 V) wesentlich 
kleiner macht als den Messbereich (5 Volt). Anscheinend reicht die
Aufl"osung des ADC selbst dann noch, um zu verhindern, dass 
Digitalisierungsrauschen entsteht (Ausdruck~10).\\Bei der Untersuchung 
der nicht bandbreitenbegrenzten Rechteckfunktion 
($\na=18.5\unit{kHz}$, $\nu=1\unit{kHz}$) wird wieder der oben 
erl"auterte Aliasing-Effekt sichtbar (Ausdruck~11). Danach haben wir 
noch einige Parameter variiert, aber keine "uberraschenden Effekte mehr 
gesehen. 
\\Zusammenfassend k"onnen wir also sagen, dass bei unserer Apparatur 
kaum Fehler durch Messwerterfassung oder Analog-Digital-Wandlung zu 
erwarten sind und sich auch das Rauschen nur sehr schwach auswirkt. Es 
ist jedoch n"otig, eine gen"ugend hohe Abtastfrequenz und eine geeignete 
Fensterfunktion zu w"ahlen.
\begin{figure}[hbtp]
\begin{center} 
\includegraphics{oszi}
\end{center}
\caption{Oszillogramme des Nichtlinearen Schwingkreises}\label{oszi} 
\end{figure}
\subsection{Nichtlinearer Oszillator}
Nachdem die Eigenschaften des Auswertungsalgorithmus und der 
Apparatur bekannt sind, kann das reale System Nichtlinearer Oszillator 
untersucht werden. Als Abtastfrequenz benutzten wir $\na=49\unit{kHz}$. 
Als Frequenz, bei der die meisten Bifurkationen beobachtet werden 
k"onnen, ermittelten wir $\no=17.51\unit{kHz}$. Bei dieser Frequenz 
wurde nun die Amplitude bei etwa 0.5~V beginnend stufenlos erh"oht. Die 
Ver"anderungung des Oszillogramms und damit des Schwingkreisstromes in 
Abh"angigkeit von der antreibenden Amplitude ist in \ref{oszi} 
dargestellt. Die 3. Bifurkation ist nicht mehr dargestellt, bei ihr 
spalten sich die Linien lediglich ein weiters Mal auf.\\\\ Die 
Bifurkationen wurden bei folgenden Spannungen gemessen: 
\begin{tabbing}
1. Bifurkation\qquad\quad\=0.75 V\\
2. Bifurkation\>2.75 V      \\
3. Bifurkation\>3.35 V      \\
Chaos         \>3.55 V      \\
inverse Bifurkationen\dots  \\
periodisches Fenster\>6.6 V \\
Bifurkation    \>7.2 V\\
(s. Bifurkationsskizze)
\end{tabbing}
Zwischen diesen Werten wurde das Spektrum des Oszillators aufgenommen. Vor 
der ersten Bifurkation  besteht es aus einer Linie bei 17.5~kHz und 
einer wesentlich schw"acheren Linie bei etwa 14~kHz, die auch in den 
folgenden Spektren auftaucht (Ausdruck~A; 0.6~V). Der Oszillator folgt 
also der anregenden Wechselspannung und seine Amplitude ist zus"atzlich 
mit etwa 14~kHz moduliert. Diese 14~kHz kann man als Linie der 
doppelten Grundfrequenz ($\lvert2\cdot\no-\na\rvert=14\unit{kHz}$) 
identifizieren, die vermutlich durch einen nicht ganz sauberen Sinus 
des Funktionsgenerators zustande kommt. Die Spektren nach den 
Bifurkationen mit der typischen Periodenverdopplung k"onnen ebenfalls 
weitgehend aufgekl"art werden, die Ergebnisse sind auf den 
\mbox{Ausdrucken B-D} und in Tabelle~\ref{spektra} dargestellt. 
\begin{table}[hbtp]\begin{center}
\begin{tabular}{|r|c|l|lr|}
\hline
Frequenz    &erstes     &Interpretation &\multicolumn{2}{|c|}{relative Intensit"at}\\[4pt]
in kHz      &Auftreten  &               &C (abs.)   &D (dB)\\[4pt]
\hline
17.5        &A          &\no                        &1.00$^2$       &0.0        \\[4pt] 
14.0        &A          &$|2\,\no-\na|$             &0.06$^2$       &-27.9      \\[4pt]
\hline
8.8        &B          &$\smash{\frac{1}{2}}\no$          &0.63$^2$       &-4.8       \\[4pt] 
22.8       &B          &$|\smash{\frac{3}{2}}\no-\na|$    &0.11$^2$       &-19.8      \\[4pt]
5.3        &B          &$|\smash{\frac{5}{2}}\no-\na|$    &0.02$^2$       &-36.8      \\[4pt]
\hline
4.4        &C          &$\smash{\frac{1}{4}}\no$          &0.28$^2$       &-11.5      \\[4pt]
13.1       &C          &$\smash{\frac{3}{4}}\no$          &0.11$^2$       &-20.9      \\[4pt]
21.8        &C          &$\smash{\frac{5}{4}}\no$         &0.06$^2$       &-23.8       \\[4pt]
18.4       &C          &$|\smash{\frac{7}{4}}\no-\na|$    &0.04$^2$       &-30.4       \\[4pt]
9.6        &C          &$|\smash{\frac{9}{4}}\no-\na|$    &0.02$^2$       &-34.8       \\[4pt]
0.87        &D          &$|\smash{\frac{11}{4}}\no-\na|$  &               &-48.0       \\[4pt] 
\hline
2.2         &D          &$\smash{\frac{1}{8}}\no$         &               &-35.8       \\[4pt]
6.6         &D          &$\smash{\frac{3}{8}}\no$         &               &-32.0       \\[4pt]
10.9        &D          &$\smash{\frac{5}{8}}\no$         &               &-36.0       \\[4pt]
15.3        &D          &$\smash{\frac{7}{8}}\no$         &               &-48.9       \\[4pt]
19.7        &D          &$\smash{\frac{9}{8}}\no$         &               &-43.0       \\[4pt]
\hline
20.6        &D          &$|\smash{\frac{13}{8}}\no-\na|$?&           &-47.1       \\[4pt] 
21.1        &D          &$4\,\no-\na$?                   &           &-48.9       \\[4pt]                                                               
\hline \multicolumn{5}{|c|}{A: 0.6 V\quad B: 2.3 V\quad C :3.1 V\quad 
D: 3.45 V}\\ \hline 
\end{tabular}\end{center}\caption{Spektrum des Nichtlinearen Oszillators}\label{spektra}\end{table}
Bei 3.55~V geht das System ins Chaos "uber: das Leistungsspektrum ist 
nicht mehr diskret (Ausdruck~E; 3.7~V). Dann erfolgen inverse 
Bifurkationen, bis bei 4.5~V haupts"achlich wieder nur die anregende 
Frequenz zu sehen ist (Ausdruck~F). In dem sich anschlie"senden 
periodischen Fenster sind wieder diskrete Linien bei 17.5~kHz (\no), 
5.9~kHz ($\frac{1}{3}\no$), 11.7~kHz ($\frac{2}{3}\no$),  23.4~kHz 
($\frac{4}{3}\no$), 19.8~kHz, 13.9~kHz, 8.2~kHz, 2.3~kHz (in der 
Reihenfolge fallender Intensit"at) und sehr schwach bei einigen anderen 
Frequenzen zu beobachten (Ausdruck~G; 6~V). Es handelt sich hier also 
offensichtlich um ein periodisches Fenster mit Grundperiode $\no/3$. 
Bevor der apparaturbedingte Maximalwert der anregenden Spannung 
erreicht wurde, konnte noch die erste Bifurkation in diesem Fenster 
beobachtet werden.\\Die Messergebnisse zeigen also qualitativ die 
typischen Kennzeichen eines nichtlinearen Systems: 
\begin{itemize} 
\item{die Bifurkationskaskade im periodischen Bereich mit sukzessiver 
Periodenverdopplung (Auftreten von Subharmonischen mit Frequenzen 
$m\frac{\no}{2^n}$)} 
\item{den "Ubergang zu chaotischem Verhalten (nichtdiskretes Spektrum) und inverse 
Bifurkationen mit zunehmenden Abst"anden}
\item{ein periodisches Fenster mit anderer Grundfrequenz $\no/3$}
\end{itemize}
    
Quantitativ liefern die Messungen dagegen keine wirklich brauchbaren 
Ergebnisse, da die f"ur die quantitativen Analysen erforderliche 
Bedingung hoher Bifurkationsordnungen nicht erreicht werden kann. 
Gleichung~\eqref{delta} ist daher nicht erf"ullt: Nimmt man einen Fehler 
beim Ablesen der Bifurkationsspannungen von 0.05~V an, ergibt sich f"ur 
den nach dieser Gleichung konstanten Wert $x=(a_{\infty}/a_n)^n$ 
\begin{tabbing}
2.59\quad\=$\pm$0.32\qquad\=(n=1)\\
4.84      \>$\pm$0.04 \>(n=2)\\
1.76      \>$\pm$0.02 \>(n=3)
\end{tabbing}
Die Feigenbaumkonstante $\delta$ aus diesen Werten berechnen zu wollen, 
ist also ein hoffnungsloses Unterfangen. Dementsprechend verwundert es 
nicht, wenn sich $\delta_1$ aus der Gleichung 
\begin{equation}
\delta_n=\frac{a_{n+1}-a_n}{a_n+2-a_{n+1}}\label{deltan} 
\end{equation}
zu $3.33\pm0.46$ ergibt und bei weitem nicht mit der tats"achlichen 
Feigenbaumkonstante $\delta=4.66\dots$ "ubereinstimmt, obwohl $\delta_n$ 
f"ur gro"se $n$ gegen $\delta$ geht. 

Auch die Bestimmung der Feigenbaumkonstante $\alpha$ gelingt aufgrund 
der niedrigen Bifurkationsordnungen nicht. So ergibt sich f"ur die 
Intensit"aten der Hauptlinien nach der dritten Bifurkation $I_{\no}:I_{\no/2}:I_{\no/4}:I_{\no/8}$
\begin{equation*}0\unit{dB}: -4.8\unit{dB}:-11.5\unit{dB}:-35.8\unit{dB}\end{equation*}
und f"ur die gemittleten Intensit"aten der entsprechenden Subharmonischen mit $\nu<\no$
\begin{equation*}0\unit{dB}: -4.8\unit{dB}:-12.9\unit{dB}:-33.3\unit{dB}\end{equation*}
Man erwartet aber gem"a"s Gl.~\eqref{alpha} und 
$\alpha=2.50\dots$, dass diese Werte sich konstant um etwa 
8.2~dB unterscheiden, was hier offensichtlich nur f"ur die Linien nach 
erster und zweiter Bifurkation gegeben ist. Die Werte der Feigenbaumkonstanten 
$\alpha$ die sich aus diesen Verh"altnissen berechnen sind 
\begin{tabbing} 
1.33\qquad\=(n=0)\\
2.46\>(n=1)\\
38.8\>(n=2)\\ 
\end{tabbing}
Angsichts dieser Diskrepanzen er"ubrigt sich wohl die Angabe eines Fehlers.

\subsection{Simulation des Toda-Oszillators}
Die Simulation des Toda-Oszillators ergibt qualitativ "ahnliche 
Ergebnisse wie unser nichtlinearer Oszillator. Aufgrund der 
verschiedenen Oszillatorparamter kann quantitativ nicht direkt 
verglichen werden.\\
Die Bifurkationen liegen hier bei 1.7~V, 1.88~V, 
1.89~V und 1.90~V, das chaotische Gebiet beginnt bei 2.0~V.\\Bei 0.6~V 
sieht man einen scharfen Peak bei der antreibenden Frequenz; den Peak 
zur doppelten Grundfrequenz (Ausdruck~A) sieht man hier nicht 
(Ausdruck~T1). Trivialerweise sieht man auch kein Rauschen. Bei 1.7~V 
(Ausdruck~T2) erscheint der Peak zur Frequenz \no/2, er ist im 
Vergleich zu Ausdruck~B deutlich kleiner, au"serdem sind hier nicht die 
Linien zu den ungeraden Vielfachen von \no/2 zu sehen. Bei 1.8~V 
erkennt man in Ausdruck~T3 zus"atzlich die Linien von $m\cdot\no/4$ mit 
$m\leq5$, wobei die Intensit"aten sich ebenfalls wieder sehr anders 
verhalten als in unserer Messung und Linien f"ur h"ohere $m$, die wir 
messen konnten, nicht auftreten. Das gleiche Bild bietet sich nach der 
n"achsten Bifurkation (Ausdruck T4; 1.89V). Wie die gemessenen 
Linienh"ohen nach der 4. Bifurkation ergeben, kann auch aus dieser 
Simulation $\alpha$ nicht bestimmt werden, da das Verh"altnis der 
Peakh"ohen stark schwankt (Ausdruck T5; 1.9~V). Der "Ubergang ins Chaos 
sieht beim Modell sehr anders aus, als bei uns. Schon bei 
Anregungsspannungen geringf"ugig "uber $a_{\infty}$ ist im Chaos als 
diskrete Linie nur noch die antreibende Frequenz auszumachen 
(Ausdruck~T6; 2~V), w"ahrend im realen Schwingkreis zun"achst noch 
viele Linien zu sehen sind, deren Zahl dann im Verlauf inverser 
Bifurkation mit zunehmenden Abst"anden geringer wird. 
  
\section{Zusammenfassung der Ergebnisse}
Die wesentlichen Charakteristika von Schneller Fouriertransformation 
(Abh"angigkeit von Abtastrate, Filter, Anzahl der Datenpunkte) 
und realer Abtastung mit einem ADC (Auswirkungen endlicher Abtastzeit, Digitalisierungsrauschen)
konnten anhand der Computersimulation 
untersucht werden. Die reale Messung beeinflussten dann haupts"achlich 
Aliasing bei Frequenzen gr"o"ser als die halbe Abtastfrequenz und ein 
geringer Rauschpegel. Der Einfluss der anderen zuvor studierten Fehlerquellen 
konnte durch die Wahl geeigneter Parameter minimiert werden.

Beim nichtlinearen Serienschwingkreis konnten wesentliche Eigenschaften einfacher 
nichtlinearer Systeme (Bifurkationskaskade mit Periodenverdopplung, "Ubergang zum Chaos,
inverse Bifurkation, periodische Fenster) beobachtet werden. Die Feigenbaumkonstanten $\alpha$ und $\delta$
konnten jedoch aus der Messung nicht pr"azise bestimmt werden, da die dazu erforderlichen hohen Bifurkationsordnungen
nicht erreicht werden konnten.\\
Im Vergleich mit der Toda-Simulation ergab sich, dass das Toda-Modell die grundlegenden Ph"anomene
des Serienschwingkreises qualitativ richtig beschreibt, mit der Ausnahme, dass von uns gemessene Frequenzen $m\,\frac{\no}{2^n}$ 
f"ur gr"o"sere $m$ vom Modell nicht erfasst werden. Eventuell sind diese Linien jedoch durch Oberfrequenzen $m\no$ des Sinusgenerators
verursacht, so dass hierzu keine eindeutige Aussage getroffen werden 
kann. Die schrittweise inverse Bifurkation im untersuchten Serienschwingkreis konnte in der 
Toda-Simulation ebenfalls nicht reproduziert werden.
 
\bibliography{e}
\bibliographystyle{gerplain} 

\end{document}                                                                        
                                                                                      

