                               
\documentclass[a4paper,titlepage,twoside]{article}
\usepackage{a4,ngerman,amsmath,amssymb, bibgerm, graphics, times}
\numberwithin{equation}{section}
\newcommand{\zo}{\ensuremath{Z^{0}}}
\newcommand{\pl}[1]{\ensuremath{{#1}^+}}
\newcommand{\mi}[1]{\ensuremath{{#1}^-}}
\newcommand{\plmi}[1]{\ensuremath{{#1}^\pm}}
\newcommand{\epem}{\pl{e}\mi{e}}
\newcommand{\mpmm}{\pl{\mu}\mi{\mu}}
\newcommand{\tptm}{\pl{\tau}\mi{\tau}}
\newcommand{\qpqm}{\pl{q}\mi{q}}
\newcommand{\ip}[2]{\ensuremath{<\vec{#1},\vec{#2}>}}
\newcommand{\mz}{\ensuremath{M_Z}}
\newcommand{\unit}[1]{\text{ #1}}
\newcommand{\thead}[1]{\small{\bf{#1}}}
\newcommand{\ee}[1]{\cdot10^{#1}}
\newcommand{\numu}{\ensuremath{\nu_{\mu}}}
\newcommand{\numua}{\ensuremath{\overline{\nu_{\mu}}}}
\newcommand{\nue}{\ensuremath{\nu_e}}
\newcommand{\nuea}{\ensuremath{\overline{\nu_e}}}
\newcommand{\nut}{\ensuremath{\nu_{\tau}}}
\newcommand{\nuta}{\ensuremath{\overline{\nu_{\tau}}}}
\author{Michael Nirschl, Moritz Ringler}
\title{Protokoll zum FP-Versuch E213\\Analyse von \zo-Zerf"allen}
\date{29.03., 30.03. und 07.04.2000}


\begin{document}
\unitlength=1mm 
\maketitle\tableofcontents 
\newpage
\section{Thema}
Der Versuch "`Analyse von \zo-Zerf"allen"' behandelt die Auswertung von 
Daten eines modernen Gro"sexperiments der Teilchenphysik am Beispiel 
von Daten aus der \epem-Streuung bei Energien um die Ruhemasse des \zo, 
gemessen mit dem OPAL-Detektor (Omni Purpose Apparatus for LEP) am 
Large Electron Positron Collider des CERN.\\ Der Versuch setzt sich aus 
zwei Teilen zusammen. Im ersten Teil werden anhand von simulierten 
Daten die Signaturen der Zerfallskan"ale des \zo ermittelt, hierf"ur 
wird das Computerprogramm GROPE benutzt. Im zweiten Teil benutzt man 
das Programm PAW, um die Kriterien aus dem ersten Teil anhand eines 
gr"o"seren (simulierten) Datensatzes zu verfeinern. Anschlie"send 
werden mithilfe der festgelegten Kriterien tats"achlich gemessene 
Ereignisse den verschiedenen Zerfallskan"alen zugeordnet. Aus den 
Ergebnissen werden dann einerseits Masse und Breite der \zo-Resonanz 
und andererseits der Weinbergwinkel errechnet. 
 
\section{Theorie}
Wir werden in diesem "`Theorieteil"' nur kurz den untersuchten Proze"s 
skizzieren, da bereits die Liste der verwendeten Konstanten, Gr"o"sen 
und Formeln mehr als eine Seite in Anspruch nimmt, und eine angemessene 
Beschreibung des theoretischen Hintergrundes den Rahmen eines 
Protokolls bei weitem sprengen w"urde. 

In diesem Versuch untersuchen wir Ereignisse, die bei 
Elektron-Positron-Kollisionen im OPAL-Detektor am CERN in Genf 
aufgenommen wurden. Nach dem Standard-Modell kann dabei Verschiedenes 
passieren. Nachdem das Positron und das Elektron sich annihiliert 
haben, kann neben einem $\gamma$ ein \zo entstehen, das wiederum in ein 
Fermion und sein Antiteilchen zerf"allt. F"ur die verschiedenen 
M"oglichkeiten der fermionischen Produkte ($e$, $\mu$, $\tau$, Quarks) 
ermitteln wir die Energieabh"angigkeit des Wirkungsquerschnittes. 
Dieser besitzt n"amlich eine Resonanz bei der Masse des \zo-Bosons. 
Durch deren Vermessung k"onnen wir die Masse des \zo-Bosons als 
Schwerpunkt des Resonanzmaximums bestimmen und aus der Breite der Kurve 
die Zerfallsk"anale f"ur das \zo-Boson. Jeder Zerfallskanal tr"agt 
n"amlich zu dieser Breite bei. Da man aber glaubt, alle Kan"ale bis auf 
den Neutrinokanal genau zu kennen, kann man aus dem restlichen Betrag 
die Anzahl der leichten Neutrinogenerationen absch"atzen. Jede 
Neutrinogeneration tr"agt den gleichen Wert bei, so da"s man ganz 
einfach eine Absch"atzung f"ur die Generationenzahl erh"alt. Weiterhin 
k"onnen wir aus der Winkel-Asymmetrie zwischen Endteilchen in der 
Vorw"arts- und der R"uckw"artshemisph"are beim Proze"s 
$e^+e^-\rightarrow \mu^+\mu^-$ bei der \zo-Resonanzenergie den 
Weinbergwinkel zumindest absch"atzen, der die Mischung der 
elektromagnetischen und der schwachen Wechselwirkungen in der 
Vereinigung zur elektroschwachen Theorie beschreibt. 
\newline \newline Im folgenden listen wir alle verwendeten Konstanten und Gr"o"sen auf: 
\begin{itemize}
  \item \zo -Masse $M_Z=91,182GeV$ 
  \item $E_{CMS}$ Energie im Schwerpunktssystem
  \item $s=E_{CMS}^2$
  \item $\Gamma_x$ Beitrag des Teilchens x zur Breite der \zo-Resonanz
  \item $\delta$ Wirkungsquerschnittbeitrag aus Strahlungskorrekturen
  \item $N_{\nu}$ Anzahl der leichten Neutrinogenerationen
  \item $I_3^f$ schwacher Isospin des Fermions f
  \item $Q_f$ elektrische Ladung des Fermions f
  \item Weinberg-Winkel $\theta_W$ mit $\sin^2\theta_W=0,2312$
  \item Farbfaktor $N_c^f=1$ f"ur Leptonen, bzw. $3$ f"ur Quarks
  \item Fermikonstante $G_F=1,663\cdot 10^{-5}GeV^{-2}$
\end{itemize}
Nun noch die zur Auswertung verwendeten Formeln: 
\begin{itemize}
  \item Kopplungskonstante der schwachen Vektorkopplung $g_V^f=I_3^f-2Q_f\sin^2\theta_W$
  \item Kopplungskonstante der schwachen Axialvektorkopplung $g_A^f=I_3^f$
  \item Vektorkopplung an den schwachen Strom 
  $v_f=\frac{g_V^f}{2\sin\theta_W\cos\theta_W}$
  \item Axialvektorkopplung an den schwachen Strom 
  $v_f=\frac{g_A^f}{2\sin\theta_W\cos\theta_W}$
  \item Propagatorterm $\chi=\frac{s}{(s-M_Z^2)+is\frac{\Gamma_Z}{M_Z}}$
  \item Wirkungsquerschnitt f"ur einen Zerfall $e^+e^-\rightarrow f\overline{f}$ $$ 
\sigma(s)=\frac{12\pi}{M_Z^2}\frac{s\Gamma_e\Gamma_f}{(s-M_z^2)^2+s^2\frac{\Gamma_Z^2}{M_Z^2}}$$ 
  \item Wirkungsquerschnitt f"ur einen Zerfall $e^+e^-\rightarrow f\overline{f}$ im Peak 
  der \zo-Resonanz 
  $$\sigma=\frac{12\pi}{M_Z^2}\frac{\Gamma_e}{\Gamma_Z}\frac{\Gamma_f}{\Gamma_Z}(1+\delta)$$
  \item Breite der \zo-Resonanz im f-Kanal $$\Gamma_f=\frac{N_c^f\sqrt{2}}{12\pi}G_FM_Z^3((g_V^f)^2+(g_A^f)^2)$$
  \item Breite der \zo-Resonanz $\Gamma_Z=N_{\nu}\Gamma_{\nu}+3\Gamma_e+\Gamma_{hadronisch}$
  \item differentieller Wirkungsquerschnitt im f-Kanal 
  $$\frac{d\sigma_f}{d\Omega}=\frac{\alpha^2N_c^f}{4s}\left(F_1(s)(1+\cos^2\theta)+2F_2(s)\cos\theta\right)$$ 
  mit $$F_1(s)=Q_f^2-2v_ev_fQ_fRe\chi(s)+(v_e^2+a_e^2)(v_f^2+a_f^2)|\chi(s)|^2$$
  $$F_2(s)=-2a_ea_fQ_fRe\chi(s)+4v_ea_ev_fa_f|\chi(s)|^2$$
  \item Vorw"arts-R"uckw"arts-Asymmetrie 
  $A^f_{FB}=\frac{\int_0^1\frac{d\sigma}{d\cos\theta}d\cos\theta-\int_{-1}^0\frac{d\sigma}{d\cos\theta}d\cos\theta}{\int_{-1}^1\frac{d\sigma}{d\cos\theta}d\cos\theta}$
  \item $A_{FB}^f$ f"ur Leptonen im Peak der \zo-Resonanz 
  $A_{FB}^f=3\left(\frac{v_l}{a_l}\right)^2$ mit $\frac{v_l}{a_l}=1-4\sin^2\theta_W$
  \item Abh"angigkeit des differentiellen Wirkungsquerschnitts vom Austrittswinkel der 
  produzierten Teilchen im Streukanal (t-Kanal) $$\frac{d\sigma}{d\Omega}\sim 
  (1+\cos\theta)^{-1}$$
  \item Luminosit"at $L=\frac{dn}{dt}/\sigma$
\end{itemize}

\section{Versuchsteil I\\Analyse von Ereignissen am Bildschirm}
Im ersten Versuchsteil werden simulierte Ereignisse im Programm GROPE 
(Graphics Reconstruction of OPAL Events) betrachtet. Daraus werden 
Kriterien zur Zuordnung eines Ereignisses zu einem der Zerfallskan"ale 
der \zo-Resonanz entwickelt.
 
\subsection{Beschreibung}
Das Programm GROPE erlaubt es, ein Ereignis in verschiedenen 
Projektionen darzustellen. Zun"achst sind dies einmal die Ansichten 
senkrecht zur Strahlachse des \mi{e}- bzw. \pl{e}-Strahls sowie in der 
Ebene, die durch Strahl und Vertikale definiert wird. Zus"atzlich kann 
das Ereignis in der Thrust-Ebene\footnote{Die Thrustachse ist definiert 
als mittlere Impulsachse, die in der Richtung des Einheitsvektors 
$\vec{n}$ verl"auft, der den Wert 
\begin{equation}\frac{\sum_i|\ip{p_i}{n}|}{\sum\limits_i|\vec{p_i}|}\end{equation}
maximiert. Der maximierte Wert wird als Thrust bezeichnet. Mit 
$\vec{p_i}$ sind die Impulse der beteiligten (geladenen) Teilchen 
benannt.} und senkrecht zu dieser betrachtet werden.\\ In diesen 
Ansichten werden die Antworten der Einzel-Detektoren des OPAL 
entsprechend ihrer realen Anordnung im Detektor graphisch dargestellt. 
Von innen nach au"sen sind das $\mu$-Vertex-Detektor, Vertex-Detektor, 
Jetkammer (24 Sektoren), Z-Kammer (eine pro Jetkammer-Sektor), 
elektromagnetisches Kalorimeter (Ecal, 9440 Einzeldetektoren), TOF, 
Presampler, hadronisches Kalorimeter (Hcal) und Myonkammern sowie die 
Vorw"artsdetektoren innerhalb der Endkappen des Ecal. Die Antworten der 
einzelnen Detektoren werden farblich unterschiedlich codiert und auf 
charakteristische Weise in das Bild des Detektors eingezeichnet 
(Tabelle~\ref{grope}). 
\begin{table}[htbp]
\begin{center}
{\small
\begin{tabular}{|l|l|l|}
\hline
\thead{Detektor}   &\thead{Teilchen}                &\thead{Darstellung}         \\[2pt] 
\hline
Vertexdetektor,     &geladene (Ionisation)            &Spur                         \\
Jet- und Z-Kammer&&\\[6pt]            

TOF                 &geladene (Ionisation)            &Rechteck am Durchgangspunkt  \\[6pt]

Ecal                &elektromagnetische Schauer       &Viereck                      \\
                    &(Bremsstrahlung und Paarbildung) &(L"ange $\propto$ deponierter Energie)\\[6pt]

Hcal                &hadronische Schauer              &Viereck                      \\ 
                    &(Zerf"alle und Kernreaktionen)   &(L"ange $\propto$ deponierter Energie)\\[6pt]
Myonkammern         &geladene                         & Pfeil                       \\
                    &                                 &Richtung \^{=} Richtung des $\mu$    \\
\hline 
\end{tabular}
}
\end{center}
\caption{Darstellung der Detektorantworten in GROPE}\label{grope}
\end{table}
Zus"atzlich werden im Kopf des GROPE-Fensters noch einige numerische Daten ausgegeben.
N"amlich
\begin{tabbing}
Ctrk.N\qquad\qquad\=Anzahl geladener Spuren\\
Ctrk.Sump\>$\sum_i|\vec{p_i}|$ der geladenen Teilchen\\
Ecal.N\>Anzahl der beteiligten Ecal-Detektoren\\
Ecal.SumE\>insgesamt im Ecal deponierte Energie\\
Hcal.N\>Anzahl der beteiligten Hcal-Detektoren\\
Hcal.SumE\>insgesamt im Hcal deponierte Energie\\
Muon.N\>Zahl der $\mu$-Spuren
\end{tabbing} 
Mit Hilfe von vier Datens"atzen, in denen jeweils nur Ereignisse eines 
Zerfallskanals simuliert sind, werden zuerst die charakteristischen 
Signaturen der einzelnen Zerfallskan"ale studiert. Mit den numerischen 
Daten werden Histogramme der einzelnen Messgr"o"sen Ctrk.n, Ctrk.Sump, Ecal.SumE 
und Hcal.SumE f"ur die einzelnen Zerfallskan"ale des \zo erstellt und 
mit diesen vorl"aufige Schnittkriterien entwickelt. Dann werden 
mithilfe dieser Signaturen Ereignisse eines gemischten Testdatensatzes 
(test3) identifiziert.
 
\subsection{Ergebnisse}
Die verschiedenen Ereignistypen zeigen folgende Signaturen.
\subsubsection{Signatur des Zerfallskanals \/\epem}
Zwei diametrale kaum gekr"ummte Spuren beginnen im Vertex und enden in 
gegen"uberliegenden Ecal-Detektoren. Dort wird ein elektromagnetsicher 
Schauer ausgel"ost und praktisch die gesamte 
CMS-Energie\footnote{Energie im Schwerpunktssystem (\underline{C}enter 
of \underline{M}ass \underline{S}ystem)} (ca. 90 GeV) deponiert, die 
Summe des geladenen Impulses entspricht zumeist ebenfalls 90 
GeV/c~\footnote{Im folgenden werden, falls keine explizite Angabe 
erfolgt, die folgenden Einheiten benutzt: pcharged in GeV/c, e\_ecal 
und e\_hcal in GeV.}. Im Hcal wird keine Energie deponiert, und die 
Myonkammern registrieren keine entweichenden Teilchen. Bei einigen 
Ereignissen treten geringere Gesamtenergien aufgrund von 
Strahlungsverlusten vor der Kollision (initial state radiation, zum 
Teil in den Vorw"artsdetektoren nachgewiesen) auf, bei einigen ist ein 
leichter Knick in einer der Spuren zu sehen verbunden mit einem 
breiteren Schauer im Ecal. Dieses Ph"anomen kann durch die Emission 
eines Photons nach der Kollision (final state radiation) erkl"art 
werden.\\ 
\begin{table}[p]
\begin{center}
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|ll|cccccc|}
\hline
\thead{run}     &\thead{event}      &\thead{ncharged}   &\thead{pcharged}   &\thead{ecal.n}     &\thead{e\_ecal}    &\thead{hcal.n} &\thead{e\_hcal}\\
\hline
2566    &163733     &   2       &   50,9    &   7       &   82,6    &   0   &   0   \\ 
2566    &165523     &   2       &   91,9    &   4       &   90,0    &   0   &   0   \\ 
2566    &165548     &   3       &   82,5    &   7       &   92,3    &   1   &   0   \\ 
2566    &165576     &   2       &   80,9    &   13      &   86,8    &   0   &   0   \\ 
2566    &166436     &   2       &   38,1    &   6       &   89,5    &   0   &   0   \\ 
2566    &167987     &   2       &   83,8    &   5       &   87,5    &   0   &   0   \\ 
2566    &168389     &   2       &   87,4    &   7       &   93,2    &   0   &   0   \\ 
2566    &170045     &   2       &   69,3    &   5       &   90,7    &   1   &   0   \\ 
2566    &170379     &   2       &   86,1    &   8       &   89,4    &   2   &   0,5 \\ 
2566    &197594     &   2       &   90,3    &   7       &   90,6    &   0   &   0   \\ 
2566    &197889     &   2       &   92,1    &   7       &   88,5    &   1   &   0,5 \\ 
2570    &28178      &   3       &   81,7    &   5       &   91,6    &   0   &   0   \\ 
2570    &28490      &   2       &   89,6    &   3       &   92,5    &   0   &   0   \\ 
2570    &28743      &   2       &   61,1    &   5       &   89,2    &   0   &   0   \\ 
2570    &28777      &   3       &   88,4    &   7       &   89,1    &   0   &   0   \\ 
2570    &88224      &   2       &   90,9    &   3       &   90,5    &   1   &   0,3 \\ 
2570    &90660      &   2       &   64,6    &   9       &   88,8    &   0   &   0   \\ 
2570    &91274      &   2       &   95,6    &   7       &   96,2    &   0   &   0   \\ 
2571    &418921     &   2       &   93,0    &   5       &   90,8    &   0   &   0   \\ 
2571    &420590     &   2       &   94,1    &   7       &   89,2    &   0   &   0   \\ 
\hline                                                                              
\multicolumn{8}{c}{\vspace{1.5cm}}\\
\end{tabular*}

\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|ll|p{0.7\textwidth}|}
\hline
\thead{run}&\thead{event}&\thead{Bemerkung}\\
\hline
2566    &163733  & leicht geknickt (FSR $\Rightarrow$ $pcharged<\mz\cdot c$), Teilchen gehen durch Detektorecke ($\Rightarrow$ $e\_ecal<\mz\cdot c^2$)\\
2566    &165523  &\\                       
2566    &165548  &FSR\\                       
2566    &165576  &viele kleinere Ecal-Eintr"age in Ecke\\                       
2566    &166436  &Strahlungsverluste (FSR)\\                       
2566    &167987  &\\                       
2566    &168389  &viele nicht zuzuordnende Eintr"age (Untergrund, ISR?)\\                       
2566    &170045  &Photon im Vorw"artsdetektor (ISR)\\                       
2566    &170379  &Teilchen aus elektromagnetischem Schauer erreichen das Hcal\\                       
2566    &197594  &\\                       
2566    &197889  &Teilchen aus elektromagnetischem Schauer erreichen das Hcal\\                       
2570    &28178   &3 geladene Spuren vom Vertex, zwei sehr eng benachbart, vermutlich Detektorartefakt\\                       
2570    &28490   &\\                       
2570    &28743   &ISR\\                       
2570    &28777   &3. Spur: Helix-Bahn im Spurdetektor (Teilchen unbekannter Herkunft mit geringem Impuls in z-Richtung)\\                       
2570    &88224   &\\                       
2570    &90660   &Verluste durch ISR, daher auch viele Teilchen geringer Energie im Ecal\\                       
2570    &91274   &\\                       
2571    &418921  &Eintrag im Vorw"artsdetektor nahe am Strahlrohr (ISR)\\                       
2571    &420590  &\\                       
\hline
\end{tabular*}
\end{center}
\caption{Ereignisse des electrons-Datensatzes untersucht mit GROPE}\label{epem}   
\end{table}
Die Ereignisse des Testdatensatzes \epem sind in Tabelle~\ref{epem} 
zusammengefasst. Aus den nach dieser Tabelle erstellten Histogrammen H1 
werden vorl" aufige Kriterien f"ur die vier Schnittgr"o"sen ncharged 
(Ctrk.N), pcharged (Ctrk.Sump), e\_ecal (Ecal.SumE) und e\_hcal 
(Hcal.SumE) entwickelt. Dazu werden auch die Histogramme der anderen 
Zerfallskan"ale hinzugezogen, da der Schnitt sowohl m"oglichst 
spezifisch als auch m"oglichst sensitiv sein soll, d. h. es sollen 
m"oglichst alle Nicht-\epem-Ereignisse ausgeschlossen und alle 
\epem-Ereignisse zugelassen werden. Es ergeben sich folgende 
vorl"aufige Schnittkriterien: 
\begin{tabbing}
ncharged\qquad  \=$<$ 4    \\ 
pcharged        \>$>$ 35   \\
e\_ecal          \>$>$ 75   \\
e\_hcal          \>$<$ 1
\end{tabbing}
Der Reaktion $\epem \rightarrow \epem$ wurden -- haupts"achlich anhand 
des Bildes des Ereignisses im Detektor, zum Teil auch mit Hilfe der 
zuvor festgelegten Schnittkriterien -- die folgenden Ereignisse des 
Testdatensatzes zugeordnet: 
\begin{tabbing}
Run:Event\qquad\=Abbildung\quad\=Bemerkung\\
 4353:10900\>GROPE 7\\
 4353:11844\>GROPE 9\\
 4353:19909\>GROPE 13\>Schauer reicht bis ins Hcal\\
 4353:28960\>GROPE 18\\
 4353:31999\>GROPE 19\\
\end{tabbing}
Die Daten der Ereignisse des test3-Datensatzes werden den Histogrammen 
hinzugef"ugt (H2), um die Schnittkriterien noch einmal zu "uberpr"ufen. 
F"ur die Elektronen bleiben diese an dieser Stelle jedoch unge"andert. 

\subsubsection{Signatur des Zerfallskanals \/\mpmm}
Myonen hinterlassen exakt zwei kollineare Spuren aus dem Vertex im 
Spurdetektor. Sie deponieren nur sehr wenig Energie im Ecal und im 
Hcal, werden in den Myonkammern registriert und verlassen den Detektor. 
Myonen l"osen keinen elektromagnetischen Schauer im Ecal aus, da das 
$\mu$ mit 105,66 MeV \cite[S. 430]{Perkins::1990} in etwa die 200fache 
Masse des Elektrons hat und damit die etwa $m^{-2}$-proportionale 
Wahrscheinlichkeit f"ur Bremsstrahlung um den Faktor 40000 geringer 
ist. Der Energieverlust der Myonen in den Kalorimetern wird daher in 
erster Linie durch Ionisation bestimmt und bleibt dementsprechend 
gering. Die "uberschl"agige Berechnung mit Hilfe der 
Bethe-Bloch-Formel\footnote{ 
\begin{equation}-\frac{dE}{dx}=0,1535 \unit{MeV}\unit{cm}^2\cdot\rho\frac{Z}{A}\beta^{-2}\left(\ln\left(2m_e c^2\gamma^2 \beta^2/I\right)-2\beta^2-\delta-2C/Z\right)\end{equation}
"Uberschl"agig gilt: 
\begin{align*}\rho&\approx3\unit{g}/\text{cm}^3\\
\intertext{f"ur Bleiglas (http://www.hilgenberg-gmbh.de/html/glaseigenschaften.html)} 
Z&\approx 20\qquad\qquad\qquad\text{(Pb: 84, Si: 14, O: 8)}\\
I&\approx Z 10^{-5}\unit{MeV}\\
&\approx 2\ee{-4}\unit{MeV}\\ 
\beta^2&= \frac{p^2}{m_{\mu}^2c^2+p^2}\\ 
&\approx \left(\left(\frac{m_{\mu}c^2}{E}\right)^2+1\right)^{-1}\\ 
&\approx 1-5,5\ee{-6}\\
&\approx 1\\ 
\gamma^2&= \left(1-\beta^2\right)^{-1}\\
&\approx 1,81\ee{5} 
\end{align*}}
ergibt ein $dE/dx$ von etwa 4,3 MeV/cm, so dass der Energieverlust im 
elektromagnetischen Kalorimeter in jedem Fall in der Gr"o"senordnung 
von einem GeV oder darunter bleibt. F"ur das Hcal gilt eine "ahnliche 
Betrachtung. Das Myon lebt zu lange ($2,19703\pm0,00004~\mu\text{s}$, 
\cite{Caso:2000}), als dass es im Detektor zerfallen w"urde. Schon ohne 
relativistische Effekte w"urde die mittlere Reichweite eines Myons also 
etwa 659~m betragen, ber"ucksichtigt man zus"atzlich noch den 
Gammafaktor (L"angenkontraktion), so wird klar, dass praktisch kein 
Myon im Detektor zerfallen wird.\\ Die numerischen Daten aus den 
\mpmm-Ereignissen sind in Tabelle~\ref{mpmm} zusammengefasst. Sie sind 
in den Histogrammen H3 graphisch dargestellt. 
\begin{table}[p]
\begin{center}
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|l|ccccccc|}
\hline
\thead{run:event}&\thead{ncharged}&\thead{pcharged}&\thead{ecal.n}&\thead{e\_ecal}&\thead{hcal.n}&\thead{e\_hcal}&\thead{muons.n}\\
\hline
2568:80617   &   2   &   90,1    &   3   &   1,6 &   4   &   7   &   2     \\
2568:84297   &   2   &   93  &   4   &   1,6 &   5   &   8,7 &   2   \\
2568:85398   &   2   &   96,8    &   5   &   2   &   1   &   0   &   2     \\
2568:87693   &   2   &   89,1    &   5   &   2,3 &   4   &   8,5 &   2     \\
2568:88929   &   2   &   90,5    &   3   &   1,5 &   5   &   7,2 &   2     \\
2568:91048   &   2   &   91,8    &   4   &   1,8 &   6   &   4,3 &   2     \\
2568:92681   &   2   &   86,3    &   6   &   3,7 &   5   &   3,3 &   3     \\
2568:93199   &   2   &   99,2    &   4   &   1,3 &   6   &   2,9 &   2     \\
2568:95202   &   2   &   88,2    &   4   &   1,6 &   5   &   3   &   2     \\
2568:99962   &   2   &   90,9    &   4   &   1,3 &   6   &   6,7 &   2     \\
2568:100566   &   2   &   95,6    &   5   &   2,5 &   4   &   6,1 &   2     \\
2568:100721   &   2   &   75,3    &   6   &   3,1 &   6   &   6,8 &   2     \\
2568:102167   &   2   &   85,2    &   9   &   5,8 &   4   &   4,4 &   2     \\
2568:105720   &   2   &   98,6    &   7   &   3,6 &   5   &   5,7 &   3     \\
2568:106346   &   2   &   86,8    &   4   &   1,9 &   6   &   7,9 &   2     \\
2568:107030   &   2   &   98  &   4   &   1,9 &   4   &   2   &   3    \\
2568:107772   &   2   &   108,3   &   3   &   2   &   8   &   8,5 &   3     \\
2568:108553   &   2   &   92,4    &   7   &   3,6 &   5   &   6,7 &   2     \\
2568:110610   &   2   &   92  &   6   &   1,9 &   5   &   22,6    &   2     \\
2568:29023    &   2   &   92,6    &   6   &   3,6 &   6   &   5,7 &   2     \\
                                                                   


\hline 
\multicolumn{8}{c}{\vspace{1.5cm}}\\
\end{tabular*}         
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|ll|p{0.7\textwidth}|}
\hline
\thead{run}&\thead{event}&\thead{Bemerkung}\\
\hline
2568&80617   &           \\  
2568&84297   &Eintrag im Vorw"artsdetektor\\               
2568&85398   &           \\  
2568&87693   &           \\  
2568&88929   &           \\  
2568&91048   &           \\  
2568&92681   &Doppeldetektion in Myonkammern           \\  
2568&93199   &Eintrag im Hcal           \\  
2568&95202   &           \\  
2568&99962   &           \\  
2568&100566   &           \\ 
2568&100721   &$\gamma$-Abstrahlung,Knick \\ 
2568&102167   &evtl. FSR, Ecal nicht auf Spur           \\ 
2568&105720   &Doppeldetektion in $\mu$-Kammern           \\ 
2568&106346   &Hcal-Eintr"age in Strahlrohrn"ahe           \\ 
2568&107030   &Doppeldetektion in $\mu$-Kammern                \\
2568&107772   &Richtung des Thrust in Strahlrohrn"ahe, deshalb ungenaue p-Bestimmung \\ 
2568&108553   &           \\ 
2568&110610   &viel Energie im Hcal deponiert           \\ 
2568&29023    &           \\ 
\hline
\end{tabular*}
\end{center}
\caption{Ereignisse des muons-Datensatzes untersucht mit GROPE}\label{mpmm}   
\end{table}
Es ergeben sich damit die folgenden Schnittkriterien:
\begin{tabbing}
ncharged\qquad  \=$= 2$   \\            
pcharged        \>$>50$   \\            
e\_ecal          \>$<8$   \\           
e\_hcal          \>$<12$                 
\end{tabbing}
Folgende Ereignisse aus dem Datensatz test3 werden als myonisch identifiziert:
\begin{tabbing}
Run:Event\qquad\=Abbildung\quad\=Bemerkung\\           
4353:6057\>GROPE 2\\                                
4353:10612\>GROPE 6\\                                
4353:21475\>GROPE 14\\  
4353:23601\>GROPE 16\\                               
4353:25711\>GROPE 17\\                               4353:32211\>GROPE 
20\>relativ gro"se Energiedeposition im Ecal, aber zu wenig f"ur \epem\\
\>\>m"oglicherweise auch $\tptm\rightarrow\mpmm$ (pcharged sehr klein)\\
\end{tabbing}

\subsubsection{Signatur des Zerfallskanals \/\tptm}
Tauonen haben eine Lebensdauer von nur $2,8\pm 0,2~\mu\text{s}$, sie 
zerfallen daher nach einer Strecke von ungef"ahr 2,3~mm ($\gamma\approx 
25,3$), was noch innerhalb des Strahlrohres liegt, so dass also 
lediglich die Zerfallsprodukte der $\tau$-Zerf"alle \cite[S. 
51]{SkriptE213} beobachtet werden. Die myonischen und elektronischen 
1prong-Zerf"alle 
\begin{align}
\pl{\tau}&\rightarrow\pl{e}\nue\nuta\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{e}\nuea\nut\label{e}\\
\pl{\tau}&\rightarrow\pl{\mu}\numu\nuta\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\mu}\numua\nut\label{m}
\end{align}
hinterlassen im wesentlichen die gleichen Spuren im Detektor wie oben 
beschrieben, allerdings ist pcharged wesentlich kleiner, da ein gro"ser 
Teil des Impulses auf die Neutrinos "ubergeht.
Dazu kommen dann noch die 1- und 3prong pionischen Zerf"alle
\begin{align}
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\pi}\pi^0\nut\label{pmp0}\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\pi}\nut\label{pm}\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\pi}\mi{\pi}\pl{\pi}\nut\label{pmpmpp}\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\pi}\mi{\pi}\pl{\pi}\pi^0\nut\label{pmpmppp0}\\
\mi{\tau}&\rightarrow\mi{\pi}\pi^0\pi^0\pi^0\nut\label{pmp0p0p0}
\end{align}
hier nur f"ur das \mi{\tau} aufgef"uhrt. $\pi^0$-Mesonen zerfallen 
praktisch sofort elektromagnetisch. Die resultierenden Photonen 
hinterlassen keine Spur im Spurdetektor und werden im Ecal 
nachgewiesen; wegen der relativistischen $\pi^0$-Energien sind die 
Photonen meist nicht zu trennen (Lorenzboost). \plmi{\pi} hinterlassen 
eine Spur im Spurdetektor und l"osen Schauer im Ecal und Hcal aus.\\Die 
numerischen Daten aus den \tptm-Ereignissen sind in Tabelle~\ref{tptm} 
zusammengefasst. Sie sind in den Histogrammen H4 graphisch dargestellt. 
\begin{table}[p]
\begin{center}
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|l|ccccccc|}
\hline
\thead{run:event}&\thead{ncharged}&\thead{pcharged}&\thead{ecal.n}&\thead{e\_ecal}&\thead{hcal.n}&\thead{e\_hcal}&\thead{muons.n}\\
\hline
2566:170371&5&774&8&51,1&8&10,2&0\\
2566:170508&2&46,5&3&17,3&10&8,2&1\\
2566:179750&2&30,8&5&1,6&5&6,3&2\\
2566:184010&2&29,5&2&10,2&4&4,1&1\\
2566:184435&2&33,1&3&1,5&7&10,6&2\\
2566:189656&2&24,4&9&12,4&9&11,7&0\\
2566:208314&4&36&6&16,1&7&5,7&1\\
2566:212745&2&41,3&2&11,1&3&20&1\\
2570:29664&2&49,7&10&5,2&9&20,3&3\\
2570:30348&2&33,4&10&23,6&7&6,9&1\\
2570:34612&2&14,1&4&3,3&5&6,3&1\\
2570:39992&2&19,7&8&15,9&3&3,8&0\\
2570:42200&2&26,8&5&16,5&4&3,4&1\\
2570:45609&5&23,4&7&27&8&17,1&2\\
2570:47033&2&23,8&4&29,4&4&3,6&0\\
2572:98915&2&39&9&18,9&6&4,4&1\\
2572:1022412&2&24,1&8&46,5&4&7,3&0\\
2572:102586&5&38,5&16&28,5&0&0&0\\
2572:108411&2&35,3&13&51,8&4&2,3&0\\
2572:109621&2&17,8&9&2,5&5&5&4\\
\hline                                                                              
\multicolumn{8}{c}{\vspace{1.5cm}}\\
\end{tabular*}

\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|l|l|p{0.5\textwidth}|}
\hline
\thead{run:event}&\thead{$\tau$-Zerfall}&\thead{Bemerkung}\\
&prong: Gl., prong: Gl.&\\
\hline
2566:170371               &3: \eqref{pmpmppp0}, 1: \eqref{pmp0}&Reaktionsgleichungen im Text\\
2566:170508               &1: \eqref{m}, 1: \eqref{pmp0}&  \\
2566:179750               &1: \eqref{m}, 1: \eqref{m}& \\
2566:184010               &1: \eqref{m}, 1: \eqref{pmp0}& \\
2566:184435               &1: \eqref{m}, 1: \eqref{m}&Eintr"age im Fcal (ISR?)\\
2566:189656               &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0}   & \\
2566:208314               &1: \eqref{m}, 3: \eqref{pmpmppp0}   & \\
2566:212745               &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pm}   & \\
2570:29664                &1: \eqref{m}, 1: \eqref{m}   &evtl. auch 1x\eqref{pmp0} \\
2570:30348                &1: \eqref{m}, 1: \eqref{e}    & \\
2570:34612                &1: \eqref{m}, 1: \eqref{m}    & \\
2570:39992                &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0}    & \\
2570:42200                &1: \eqref{m}, 1: \eqref{e}    & \\
2570:45609                &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pm}&\epem aus konvertiertem $\gamma$\\
2570:47033                &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0p0p0}&viele Ecal-Eintr"age ohne Spuren (ISR?)\\
2572:98915                &1: \eqref{m}, 1: \eqref{pmp0}   & \\
2572:1022412              &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0}   & \\
2572:102586               &1: \eqref{e}, 1: \eqref{e}&\epem aus konvertiertem $\gamma$, evtl. auch Hcal-Ausfall (Ecke)\\
2572:108411               &1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0p0p0}   & \\                  
2572:109621               &1: \eqref{m}, 1: \eqref{m}   & \\
\hline
\end{tabular*}
\end{center}
\caption{Ereignisse des tauons-Datensatzes untersucht mit 
GROPE}\label{tptm}   
\end{table}
Es ergeben sich damit die folgenden Schnittkriterien:                            
\begin{tabbing}                                                                  
ncharged\qquad  \=$< 6$\quad\=$(7)$   \\                                                     
pcharged        \>$<55$   \\                                                     
e\_ecal          \>$<60$\>$(70)$   \\                                                     
e\_hcal          \>$<25$\>$(45)$\\ 
Die Zahlen in Klammern ber"ucksichtigen die Daten von test3.                                                         
\end{tabbing}                                                                    
Folgende Ereignisse aus dem Datensatz test3 werden als \tptm-Ereignisse 
identifiziert:   
\begin{tabbing}                                                                  
Run:Event\qquad\=Abbildung\quad\=$\tau$-Zerfall\qquad\qquad\=Bemerkung\\                          
4353:9593\>GROPE 5\>1: \eqref{pmp0}, 3: \eqref{pmpmppp0}\\                                                             
4353:13211\>GROPE 11\>1: \eqref{e}, 1: \eqref{pmp0}\\                                                          
4353:19690\>GROPE 12\>1: \eqref{m}, 3: \eqref{pmpmppp0}\>$\mu$ strahlt $\gamma$ ab, das in \epem konvertiert\\                                                          
4353:22028\>GROPE 15\>1: \eqref{e}, 3: \eqref{pmpmppp0}\>das einzelne geladene $\pi$ hat kleine Energie                                                 
\end{tabbing}                                                                    
                                                                                 
\subsubsection{Signatur des Zerfallskanals \/\qpqm}
Zerf"allt das \zo in zwei Quarks, so werden im Farbfeld der 
auseinanderfliegenden Quarks, neue Quarks erzeugt. Schlie"slich werden 
die Quarks als (meist) zwei kollimierte Jets aus Hadronen, also 
gebundenen Quark-Zust"anden sichtbar. Emittiert eines der beiden Quarks 
ein energetisches Gluon (Abb.~\ref{3jet}), so entsteht ein dritter Jet. 
Die Hadronen sind zu einem guten Teil geladen, so dass eine gro"se Zahl 
geladener Spuren registriert wird. In den Kalorimetern wird eine 
Energie von meist etwa 60 - 80 GeV deponiert, die Anteile von ecal und 
hcal unterliegen dabei starken Schwankungen. Meist ist die ecal-Energie 
jedoch deutlich gr"o"ser als die hcal-Energie.
 
\begin{figure}[hbtp]
\begin{center}
\includegraphics{3jet}
 \caption{Ereignis mit 3 Jets} 
\end{center}\label{3jet}\end{figure}
 
Die numerischen Daten aus den \qpqm-Ereignissen sind in 
Tabelle~\ref{qpqm} zusammengefasst. Sie sind in den Histogrammen H5 
graphisch dargestellt. 
\begin{table}[p]
\begin{center}
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|l|ccccccc|}
\hline
\thead{run:event}&\thead{ncharged}&\thead{pcharged}&\thead{ecal.n}&\thead{e\_ecal}&\thead{hcal.n}&\thead{e\_hcal}&\thead{muons.n}\\
\hline
2566:164184   &   37,7    &   15  &   37  &   26  &   14,1    &   11  &   2   \\
2566:195995   &   39,2    &   17  &   66,8    &   40  &   9,9 &   15  &   0   \\
2566:196117  &   64,6    &   46  &   53  &   44  &   13  &   19  &   0   \\
2566:196548  &   33,3    &   8   &   67,5    &   20  &   13,3    &   12  &   2   \\
2568:78191  &   45,3    &   36  &   53,2    &   44  &   7,7 &   9   &   0   \\
2568:78425  &   59,9    &   41  &   53,2    &   42  &   13,8    &   26  &   0   \\
2568:78553  &   21,9    &   9   &   65,2    &   25  &   8,8 &   9   &   0   \\
2568:78787  &   55,9    &   16  &   50,4    &   32  &   24,3    &   12  &   1   \\
2568:79038  &   38,1    &   30  &   68,3    &   56  &   13,8    &   9   &   0   \\
2568:79043  &   34,4    &   22  &   75,5    &   45  &   6,2 &   11  &   0   \\
2568:79181  &   51,2    &   36  &   62,3    &   60  &   5,5 &   12  &   0   \\
2568:79337  &   63,1    &   23  &   56  &   26  &   17,2    &   15  &   0   \\
2568:79487  &   59  &   23  &   60,6    &   34  &   8,5 &   10  &   1   \\
2568:79517  &   62,2    &   26  &   67,2    &   33  &   20,4    &   9   &   0   \\
2568:79642  &   43,3    &   30  &   71,7    &   50  &   4,3 &   10  &   0   \\
2570:88252  &   47,8    &   40  &   61,4    &   44  &   5,7 &   11  &   2   \\
2570:88262  &   67,9    &   19  &   52,1    &   23  &   10,6    &   11  &   1   \\
2570:88303  &   52,1    &   14  &   61  &   44  &   4,4 &   3   &   0   \\
2570:88328  &   82,6    &   29  &   53,8    &   31  &   16,4    &   15  &   1   \\
 
 
 
 
\hline 
\multicolumn{8}{c}{\vspace{1.5cm}}\\
\end{tabular*}         
\begin{tabular*}{\textwidth}{@{\extracolsep{\fill}}|ll|p{0.7\textwidth}|}
\hline \thead{run}&\thead{event}&\thead{Bemerkung}\\ \hline 2566&164184  
&2 Jets    \\ 2566&195995  &    \\ 2566&196117  &2 Jets, 1 
konvertiertes $\gamma$, einige Teilchen auf Helixbahnen (p zu klein zum 
Entweichen)\\ 2566&196548  &2 relativ kollineare Jets    \\ 2568&78191   
&viele Teilchen mit kleinem Impuls    \\ 2568&78425   &2 Jets    \\ 
2568&78553   &relativ wenige Spuren    \\ 2568&78787   &1 abbrechende 
Bahn (Teilchen nicht mehr genug Energie f"ur Ionisation)    \\ 
2568&79038   &3 Jets, dementsprechend kleinere Impulse    \\ 2568&79043   
&2 nicht sehr ausgepr"agte Jets     \\ 2568&79181   &2 Jets, einige 
Bahnen brechen ab    \\ 2568&79337   &2 Jets\\ 2568&79487   &2 schmale 
Jets, 3 abweichende Bahnen       \\ 2568&79517   &2 Jets \\ 2568&79642   
&3 Jets\\ 2570&88252   &3-4 Jets, einige Zerf"alle in Vertexn"ahe   \\ 
2570&88262   &2 Jets    \\ 2570&88303   &2 Jets    \\ 2570&88328   &2 
Jets    \\ 
                  
\hline            
\end{tabular*}
\end{center} 
\caption{Ereignisse des hadrons-Datensatzes untersucht mit 
GROPE}\label{qpqm}   
\end{table}  
Es ergeben sich damit die folgenden Schnittkriterien:
\begin{tabbing}
ncharged\qquad  \=$> 8$\\            
pcharged        \>$>20$   \\            
e\_ecal          \>$>10,\quad<70$   \\           
e\_hcal          \>$>2$                 
\end{tabbing}
Folgende Ereignisse aus dem Datensatz test3 werden als hadronisch identifiziert:
\begin{tabbing}
Run:Event\qquad\=Abbildung\quad\=Bemerkung\\           
4353:5431\>GROPE 1\>3 Jets\\                              
4353:6559\>GROPE 3\>2 Jets\\                        
4353:7867\>GROPE 4\>2 Jets, viele Spuren "uber gro"sen Raumwinkel verteilt\\
4353:11457\>GROPE 8\>2 Jets, relativ wenige Spuren\\
4353:11863\>GROPE 10\>3 Jets, 1 Jet mit rel. niedriger Energie
\end{tabbing}
  


\section{Versuchsteil II\\Statistische Auswertung von \zo-Zerf"allen} 
\subsection{Schnittverfeinerung anhand simulierter Ereignisse mit PAW}
Im zweiten Versuchsteil werden gro"se Mengen numerischer Daten (je 
10000 Ereignisse) mit Hilfe des Programms PAW analysiert. Zun"achst 
werden allerdings die im ersten Versuchsteil entwickelten 
Schnittkriterien verfeinert und zwar anhand reiner Datens"atze der 
einzelnen Ereignisklassen, die durch Monte-Carlo-Simulationen unter 
Ber"ucksichtigung der Detektoreigenschaften gewonnen wurden. Im 
einzelnen geht man wie folgt vor. Man l"asst sich alle 
Detektorgr"o"sen, in denen Schnitte m"oglich sind, von allen vier 
Ereignisklassen plotten (PAW 1-6). Sodann sucht man sich eine Gr"o"se, 
die f"ur die gew"unschte Ereignisklasse besonders charakteristisch ist, 
und l"a"st die Anzahl der Ereignisse aus den einzelnen Datens"atzen 
berechnen, die diesen Schnitt passieren. Erh"alt man dabei zuwenige der 
gew"unschten Ereignisse, so muss das Schnittkriterium abgeschw"acht 
werden. Passieren jedoch fast alle Ereignisse der gew"unschten Klasse 
und viele Ereignisse der nicht gew"unschten Klassen den Schnitt, so 
muss dieser versch"arft werden. Hat man den Schnitt in dieser Gr"o"se 
optimiert, so l"a"st man sich die Verteilung der den ersten Schnitt 
passierenden Ereignisse in der n"achstcharakteristischen Variable 
plotten und setzt hier einen Schnitt, den man auf die gleiche Weise 
verbessert. Dieses Verfahren wird in den zur Verf"ugung stehenden 
Gr"o"sen wiederholt, bis ein hinreichend spezifischer und sensitiver 
Schnitt zur Verf"ugung steht. 

Das Vorgehen sei hier am Beispiel der Elektronen illustriert. Die 
vorhandenen Monte-Carlo-Daten umfassen in allen Ereignisklassen eine 
Stichprobe des Umfanges 10000. In diesen ist (nach uns unbekannten 
Kriterien) bereits eine Vorselektion durchgef"uhrt worden, au"serdem 
f"uhren wir in allen Kan"alen einen Schnitt auf pcharged$<$150 durch, 
mit dem alle Ereignisse verworfen werden, bei denen der Impuls der 
geladenen Teilchen nicht bestimmt werden konnte (und die deshalb bei 
pcharged$\gg$150 eingetragen werden). Danach bleiben 
(93454,93979,79051,97848) Ereignisse in den Kan"alen 
$(\epem,\mpmm,\tptm,\qpqm)$ "ubrig. Als ersten Schnitt w"ahlen wir 
e\_ecal$>$75, was motiviert wird durch den in Teil 1 entwickelten 
Schnitt und den Paw-Plot in e\_ecal (PAW 3).  Diesen Schnitt passieren 
in der entsprechenden Reihenfolge (90525,1,389,3729) Ereignisse. Man 
hat also unter geringen Verlusten an Elektronen nun schon eine gute 
Abgrenzung gegen die Myonen erreicht, w"ahrend noch relativ viele Taus 
und Hadronen den Schnitt passieren. Diese beiden Ereignisklassen haben 
verglichen mit den meist zwei Teilchen beim \epem-Zerfall eine relativ 
hohe geladene Multiplizit"at ncharged, so dass sich als n"achstes ein 
Schnitt in dieser Gr"o"se anbietet. Zun"achst testen wir hier 
ncharged$<$5, was (89943,1,345,2) ergibt, ncharged$<$6 l"asst aber mit 
(90405,1,364,6) deutlich mehr Elektronen durch, ohne die Anzahl der 
passierenden Taus und Myonen wesentlich zu verschlechtern. Nun 
verbleiben im wesentlichen solche Ereignisse der Art 
    \begin{equation}\epem\rightarrow\tptm\rightarrow\pl{e}\nue\nuta+\mi{e}\nuea\nut\end{equation}
im Schnitt (die Wahrscheinlichkeit f"ur diesen $\tptm$-Zerfall ist 
$0,179^2\approx0,032$ \cite{SkriptE213} entsprechend 320 von 10000 
Ereignissen), der von den \epem-Ereignissen durch den von den Neutrinos 
getragenen und nicht registrierten Impuls unterschieden werden kann. 
Daher wird ein weiterer Schnitt pcharged$>$35 eingef"uhrt.
\begin{figure}[hbtp]
\begin{center}
\includegraphics{bhabba}
\end{center}
\caption{t-Kanal: $\epem\rightarrow\epem$} \label{tkanal} 
\end{figure}
 
Bei den Elektronen muss nun zus"atzlich noch die 
t-Kanal-Bhabha-Streuung (Abb.~\ref{tkanal}) ausgeschlossen werden, da 
hier nur der Wirkungsquerschnitt f"ur die s-Kanal-Streuung gemessen 
werden soll. Dazu f"uhrt man einen Schnitt im Winkel ($\cos(\theta)$) 
der Bahn der Endzustandselektronen zur Strahlachse durch. Der 
Wirkungsquerschnitt im s-Kanal h"angt n"amlich wie $1+\cos^2(\theta)$, 
also vergleichsweise schwach vom Winkel ab, w"ahrend der 
Wirkungsquerschnitt f"ur den t-Kanal ein ausgepr"agtes Maximum in 
Vorw"artsrichtung aufweist (PAW 6, oben links). Daher wird der Schnitt 
so gesetzt, dass alle Ereignisse verworfen werden, bei deren Winkel 
$\cos(\theta)>0$ in Vorw"artsrichtung die Z"ahlrate deutlich "uber 
derjenigen am entsprechenden Winkel in R"uckw"artsrichtung 
($-\cos(\theta)$) liegt, in unserem Fall hie"s das alle Ereignisse mit 
$\cos(\theta)<0,5$ zu verwerfen. 

Bei den Taus und den Elektronen zeigt "uberdies der Vergleich der 
Winkelverteilungen von Opal-Daten und Monte-Carlo-Simulation (PAW 7,8), 
dass die gez"ahlte Rate nicht erst pl"otzlich bei $\cos(\theta) = \pm 1$ 
auf Null abf"allt, sondern bereits vorher einknickt, was seinen Grund in 
erster Linie in der in Strahlrohrn"ahe abfallenden 
Nachweiswahrscheinlichkeit des Detektors haben d"urfte (evtl. aber auch 
durch Vorselektion bedingt). Daher wird bei den Elektronen noch ein 
Schnitt $\cos(\theta)>-0,925$ und bei den Taus ein Schnitt 
$|\cos(\text{thrust})|<0,75$ gesetzt. Aus dem gleichen Grund wird bei 
der Analyse der Vorw"artsr"uckw"artsasymmetrie auch bei den Myonen ein 
Winkelschnitt $|\cos(\theta)|<0,9$ gesetzt.  

Indem man wie oben f"ur die Elektronen beschrieben vorgeht, ergeben sich 
die Schnitte und akzeptierten Ereigniszahlen in Tabelle~\ref{schnitte}. 
\begin{table}[hbtp]
\begin{center}
\begin{tabular}{|c|r@{}c@{}l|c|}
\hline 
 \textbf{Schnitt} &\multicolumn{3}{|c|}{\textbf{Kriterien}}     &   \textbf{akzeptierte Ereignisse} \\
                  &         &&                                  &       \textbf{$e \mu \tau h$}     \\[6pt]
\hline 
      \epem       &        75$<$&e\_ecal&     &   20366 00001 00041 00000   \\
     (PAW 9)      &       &ncharged&$<$6      &                                   \\
                  & -0.925$<$&$\cos(\theta)$&$<$0.5 &                                   \\
                  &    35$<$&pcharged&$<$150    &                                   \\[4pt]
\hline                  
      \mpmm       &       &e\_ecal&$<$10        &  00000 80677 00018 00000          \\    
     (PAW 10)     &&   ncharged&$\leq$3         &                                   \\
                  &&        &=2$^\ast$        &                                   \\
                  &    80$<$&pcharged&$<$150    &                                   \\
                  &&$|\cos(\theta)|$&$<$0.9$^\ast$&                                    \\[4pt]
\hline                  
      \tptm       &        &e\_ecal&$<$80       &  00052 01574 57679 00116         \\
     (PAW 11)     &       &ncharged&$<$7        &                                   \\
                  &         &pcharged&$<$70     &                                   \\
                  & &$\cos(\text{thrust})$&$<$0.75&                                    \\[4pt]
\hline                  
      \qpqm       &      30$<$&e\_ecal&         & 00025 00000 00693 96513          \\
     (PAW 12)     &     6$<$&ncharged&          &                                   \\
                  &       &pcharged&$<$150      &                                   \\[4pt] 
\hline
\multicolumn{5}{|c|}{$^\ast$ bezieht sich auf die $A_{fb}$-Messung}\\
\hline
\end{tabular}
\end{center}
\caption{Schnitte in den Monte-Carlo-Daten}\label{schnitte}
\end{table}




\subsection{Analyse von OPAL-Daten: Methode und Rechnungen}\label{meth}
Nun ergibt sich das Problem, da"s wir durch unsere Schnitte die 
Teilchen nicht 100\%ig einordnen k"onnen. Zum einen fallen Elektronen 
durch den Elektronenschnitt durch, zum anderen gibt es vielleicht 
ungew"ohnliche Myonen-Ereignisse, die auch den Tau-Schnitt bestehen. 
Dies kann man an den Ergebnissen unserer Schnitte erkennen, die eben 
nicht alle gew"unschten Teilchen und sonst keine durchlassen. Um dies 
zu korrigieren, m"ussen wir die Ergebnisse unserer Schnitte immer erst 
zur"uckrechnen auf die tats"achliche Ereigniszahl. Dies k"onnen wir 
anhand der Monte-Carlo-Daten tun, da wir hier sowohl tats"achliche 
Ereigniszahlen als auch die durch die Schnitte ermittelten kennen. Dazu 
fa"st man die Teilchenanzahl f"ur Elektronen, Myonen, Tauonen und 
Hadronen in einem Vektor zusammen. Den Verlust von Teilchen und das 
Durchlassen von Untergrund kann man nun durch die sogenannte 
Effizienz-Untergrund-Matrix $A$ beschreiben, die die tats"achlichen 
Zahlen mit den gemessenen verkn"upft: $\begin{pmatrix} 
  n_e \\
  n_{\mu}\\
  n_{\tau}\\
  n_q 
\end{pmatrix}_{gemessen}=A\begin{pmatrix} 
  n_e \\
  n_{\mu}\\
  n_{\tau}\\
  n_q 
\end{pmatrix}_{echt}$
In einer Zeile stehen immer die Ergebnisse eines Schnitts auf ein 
festes Teilchen f"ur die verschiedenen Kan"ale normiert auf die 
Gesamtzahl dieser Teilchenart. In einer Spalte stehen jeweils die 
verschiedenen Schnittergebnisse f"ur eine feste Teilchenart ebenfalls 
normiert auf die Gesamtzahl der Vorkommnisse dieser Teilchenart. Der 
Gesamtzahlvektor hat bei uns den Wert $g=\begin{pmatrix} 
  23623,4 & 100000 & 100000 & 100000 
\end{pmatrix}$. 
Die nichtganze Zahl Elektronen kommt dadurch zustande, da"s wir die 
Gesamtzahl nach Anwendung des Winkelschnittes auf den s-Kanal 
ben\"{o}tigen, aber ohne Ber"ucksichtigung der Vorselektion. Diese hat 
stattgefunden, bevor wir die Daten erhielten, um bereits offensichtlich 
falsche Ereignisse auszusondern. Bei den anderen Zerfallskan"alen hat 
dies nichts ausgemacht, da wir wissen, da"s vor der Vorselektion 100000 
Ereignisse im Datensatz waren. Bei den Elektronen m"ussen wir das erst 
aus der Zahl nach Winkelschnitt und Vorselektion ermitteln, wobei wir 
davon ausgegangen sind, da"s der Winkelschnitt auf die Ereignisse nach 
der Vorselektion genauso wirkt, wie auf den gesamten originalen 
Datensatz. Als Effizienz-Untergund-Matrix ergibt sich somit aus unseren 
Schnittergebnissen $$\begin{pmatrix} 
  8,6211$e$-1 & 1$e$-5 & 4,1$e$-4 & 0 \\
  0 & 8,0677$e$-1 & 1,8$e$-4 & 0 \\
  2,2$e$-3 & 1,574$e$-2 & 5,7679$e$-1 & 1,16$e$-3 \\
  1,06$e$-3 & 0 & 6,93$e$-3 & 96513$e$-1 
\end{pmatrix}$$ Nun, da wir als n"achstes an der echten Teilchenzahl interessiert sind, m"ussen wir die 
Matrix invertieren. Dies haben wir mit Hilfe von Maple bewerkstelligt. 
Als Inverse haben wir folgende Matrix erhalten: $$\begin{pmatrix} 
  1,16 & 1,709$e$-6 & -8,2455$e$-4 & 9,9104$e$-7 \\
  9,8709$e$-7 & 1,2395 & -3,8683$e$-4 & 4,6494$e$-7 \\
  -4,4242$e$-3 & -3,3825$e$-2 & 1,7338 & -2,8039$e$-3 \\
  -1,2402$e$-3 & 2,4289$e$-4 & -1,2448$e$-2 & 1,0362 
\end{pmatrix}$$ Weiterhin gibt es noch etwas bei der Fehlerrechnung zu beachten. Auf Grund des 
statistischen Charakters der Untersuchung nehmen wir einen Fehler von 
$\sqrt{N}$ bei einer Anzahl von $N$ an. Allerdings mu"s man bei der 
Fehlerfortpflanzung vorsichtig sein, da Z"ahler und Nenner der 
Eintr"age in $A$ nicht unabh"angig sind, so da"s die Fehler korreliert 
sind. Deswegen schreibt man die Gesamtzahl als Summe von positiven und 
negativen Schnittergebnissen. Diese sind nun nicht mehr korreliert, so 
da"s man die Fehler einfach nach der Gau"s'schen Methode fortpflanzen 
kann. In Formeln hei"st dies: 
$$\Delta\frac{n}{N}=\Delta\frac{n}{n+R}=\Delta\frac{1}{1+\frac{R}{n}}$$ 
und als Ergebnis $$\Delta A=\begin{pmatrix} 
  2,2432$e$-3 & 9,9999$e$-6 & 6,4018$e$-5 & 0 \\
  0 & 1,2486$e$-3 & 42422$e$-5 & 0 \\
  3,0492$e$-4 & 3,9360$e$-4 & 1,5624$e$-3 & 1,0764$e$-4 \\
  2,1154$e$-4 & 0 & 2,6234$e$-4 & 5,8012$e$-4 
\end{pmatrix}$$ Es bleibt dann f"ur den ermittelten Vektor noch der Fehler zu bestimmen. 
Dazu haben wir die folgende Formel \cite[S. 63]{Schaback::1993} 
angesetzt $(A+\delta A)(x+\delta x)=(z+\delta z)$, die mit Hilfe von 
$Ax=z$ nach $\delta x$ aufgel"ost $\delta x=(A+\delta A)^{-1}(\delta 
z-\delta Ax)$ ergibt. Da wir nun die real vorgekommenen Teilchenzahlen 
ermittelt haben, m"ussen wir nun noch eine Korrektur auf Grund des 
Winkelschnitts f"ur die Elektronen anbringen. Um den t-Kanal 
abzutrennen, haben wir bei $\cos\theta>0,5$ und $\cos\theta<-0,925$ 
geschnitten. Dadurch haben wir aber auch s-Kanal-Elektronen verloren, 
die wir nun wieder einrechnen m"ussen. Dazu haben wir das Wissen "uber 
die $(1+\cos^2)$-Abh"angigkeit des Wirkungsquerschnittes ausgenutzt, 
indem wir einfach das Verh"altnis der Integrale "uber den von uns 
zugelassenen Winkelbereich und den vollst"andigen Winkelbereich 
berechnet und dann das Elektronenergebnis durch diese Zahl dividiert 
haben, damit haben wir die Elektronenanzahl auf den gesamten 
Winkelbereich zur"uckgerechnet. Numerisch haben wir f"ur diesen Faktor 
den Wert $1,54099$ erhalten. Nun da wir die notwendigen Matrizen und 
Korrekturen anhand der Monte-Carlo-Daten ermittelt haben, k"onnen wir 
sie auf die wirklich gemessenen Daten f"ur die verschiedenen Energien 
anwenden. Um dann die Wirkungsquerschnitte zu berechnen, m"ussen wir 
noch durch die integrierte Luminosit"at dividieren und die im Skript 
angegebenen energieabh"angigen Strahlungskorrekturen addieren. Die 
Luminosit"aten ergeben ebenfalls einen Term f"ur den Fehler der 
Wirkungsquerschnitte. Dies sind nun die endg"ultigen Werte, die wir 
einem Breit-Wigner-Fit mit $\chi^2$-Kriterium unterworfen haben, um den 
Peakwert, sowie Schwerpunkt und Breite der Resonanz zu bestimmen. 
Weiterhin werten wir die Vorw"arts-R"uckw"arts-Asymmetrie beim 
Myonen-Kanal bei der der Resonanz am n"achsten liegenden Energie 
$E_{CM}=91,22\unit{GeV}$ aus. In diesem Fall k"onnen wir direkt mit den 
gez"ahlten Ereignissen rechnen. Dies liegt daran, da"s sich bei diesem 
Verh"altnis die lineare Transformation durch die 
Effizienz-Untergrund-Matrix und die Korrekturfaktoren herausk"urzen. 
Also m"ussen wir nur die Differenz der Ereignisse in der vorderen 
Hemisph"are und der hinteren Hemisph"are durch die Gesamtzahl 
dividieren. Aus dieser Asymmetrie k"onnen wir dann nach den Formeln aus 
dem Theorieteil den Weinbergwinkel absch"atzen. Bei der Fehlerechnung 
ist dasselbe zu beachten, was bereits "uber den Fehler der 
Effizienz-Untergund-Matrix bzgl. korrelierter Fehler gesagt wurde. 
\subsection{Analyse von OPAL-Daten: Ergebnisse}
\subsubsection{Parameter der \zo-Resonanz}
Nach dem oben beschriebenen Verfahren haben wir nun die real gemessenen 
Daten ausgewertet. Das Ergebnis ist in Tabelle \ref{t1} dargestellt. 
Ebenfalls sind die Division durch die Luminosit"at und die 
Strahlungskorrekturen enthalten. 
\begin{table}\scriptsize{
\begin{tabular}{|c|}
 \hline
 \\
 \normalsize{$e$}\\[6pt]
\begin{tabular*}{0.95\textwidth}{|@{\extracolsep{\fill}}c|c|c|c|c|c|c|c|}\hline $E 
[GeV]$&$N_e$&$\Delta N_e$&$L [nb^{-1} $&$\Delta L [nb^{-1}$&$Korrektur 
[nb]$&$\sigma [nb]$&$\Delta\sigma [nb]$\\  \hline 
88,4763&133,977&15,066&403,12&3,8&0,09&0,422&0,048\\ 
89,46658&382,297&25,032&545,0066&4,8&0,2&0,901&0,06\\ 
90,21986&573,423&30,369&542,7271&4,8&0,36&1,417&0,076\\ 
91,2291&2932,696&64,179&2080,004&15,3&0,52&1,93&0,045\\ 
91,2291&507,209&28,628&493,61&4,5&0,22&1,248&0,071\\ 
92,96229&160,688&16,448&340,76&3,5&-0,01&0,462&0,047\\ 
93,71362&276,829&21,419&622,49&5,5&-0,08&0,365&0,028\\\hline 
\end{tabular*}\\\\
\normalsize{$\mu$}\\[6pt]
\begin{tabular*}{0.95\textwidth}{|@{\extracolsep{\fill}}c|c|c|c|c|c|c|c|}\hline $E 
[GeV]$&$N_e$&$\Delta N_e$&$L [nb^{-1} $&$\Delta L [nb^{-1}$&$Korrektur 
[nb]$&$\sigma [nb]$&$\Delta\sigma [nb]$\\ \hline 
88,4763&90,46&10,425&403,12&3,8&0,09&0,314&0,036\\ 
89,46658&263,95&17,633&545,0066&4,8&0,2&0,684&0,046\\ 
90,21986&494,46&23,925&542,7271&4,8&0,36&1,271&0,063\\ 
91,2291&3124,116&57,135&2080,004&15,3&0,52&2,022&0,04\\ 
91,2291&605,993&26,393&493,61&4,5&0,22&1,448&0,064\\ 
92,96229&218,099&16,063&340,76&3,5&-0,01&0,63&0,047\\ 
93,71362&294,936&18,615&622,49&5,5&-0,08&0,394&0,025\\\hline 
\end{tabular*}\\\\
\normalsize{$\tau$}\\[6pt]
\begin{tabular*}{0.95\textwidth}{|@{\extracolsep{\fill}}c|c|c|c|c|c|c|c|}\hline $E 
[GeV]$&$N_e$&$\Delta N_e$&$L [nb^{-1} $&$\Delta L [nb^{-1}$&$Korrektur 
[nb]$&$\sigma [nb]$&$\Delta\sigma [nb]$\\ \hline 
88,4763&110,832&13,024&403,12&3,8&0,09&0,365&0,043\\ 
89,46658&294,696&20,422&545,0066&4,8&0,2&0,741&0,052\\ 
90,21986&470,06&24,925&542,7271&4,8&0,36&1,226&0,066\\ 
91,2291&3093,483&50,083&2080,004&15,3&0,52&2,007&0,036\\ 
91,2291&573,269&27,138&493,61&4,5&0,22&1,381&0,067\\ 
92,96229&245,721&18,837&340,76&3,5&-0,01&0,711&0,055\\ 
93,71362&304,67&20,682&622,49&5,5&-0,08&0,409&0,028\\\hline 
\end{tabular*}\\\\
\normalsize{$hadrons$}\\[6pt]
\begin{tabular*}{0.95\textwidth}{|@{\extracolsep{\fill}}c|c|c|c|c|c|c|c|}\hline $E 
[GeV]$&$N_e$&$\Delta N_e$&$L [nb^{-1} $&$\Delta L [nb^{-1}$&$Korrektur 
[nb]$&$\sigma [nb]$&$\Delta\sigma [nb]$\\ \hline 
88,4763&2119,031&45,407&403,12&3,8&2&7,257&0,17\\ 
89,46658&5449,727&71,534&545,0066&4,8&4,3&14,299&0,226\\ 
90,21986&9717,187&71,534&542,7271&4,8&7,7&25,604&0,336\\ 
91,2291&63230,392&216,186&2080,004&15,3&10,8&41,199&0,334\\ 
91,2291&12138,965&104,356&493,61&4,5&4,7&29,292&0,367\\ 
92,96229&4834,775&67,6&340,76&3,5&-0,2&13,988&0,243\\ 
93,71362&6234,081&76,298&622,49&5,5&-1,6&8,415&0,127\\\hline 
\end{tabular*}\\\\
\hline
\end{tabular} }
\caption{Ergebnisse der Auswertung der gemessenen Daten}\label{t1} 
\end{table}
Die Ergebnisse der Breit-Wigner-Fits sind in Tabelle \ref{t2} 
dargestellt. Da wir 7 Me"spunkte zur Verf"ugung hatten, und die 
Resonanz durch 3 Parameter beschrieben wird, hat der Fit 4 
Freiheitsgrade. Als $\chi^2$-Verteilung ergibt sich damit 
$f(x)=\frac{x\exp(-\frac{x}{2})}{4}$. Aus dem Integral 
$\int_{\chi^2}^\infty f(x) dx$ ergibt sich damit der sogenannte 
Confidence Level. Er betr"agt f"ur den Elektronenfit $8,98\%$, was 
zeigt, da"s die Elektronendaten relativ schlecht sind. Dies wird sich 
auch sp"ater immer wieder zeigen. Weiteres dazu am Ende in der 
Diskussion der Ergebnisse. Die anderen Confidence Level betragen 
$89,44\%$ f"ur die Myonen, $68\%$ f"ur die Tauonen und $45\%$ f"ur die 
Hadronen. Diese Fits scheinen also sehr gut zu sein, da man in der 
Regel $5\%$ als Grenze der Zuverl\"{a}ssigkeit ansetzt. Weiterhin l"ast 
sich aus dem Verh"altnis von $\chi^2$ und der Zahl der Freiheitsgrade 
die Qualit"at des Modells absch"atzen. Als kritischer Wert ergibt sich 
f"ur 4 Freiheitsgrade $\chi^2=9,49$. Da f"ur unsere Fits dieser Wert 
immer unterschritten wird, scheinen unsere Ergebnisse mit dem Modell 
konsistent und relativ zuverl"assig zu sein. 
\begin{table}
\scriptsize{
\begin{tabular}{|c|c|c|c|c|c|c|c|}
\hline Teilchen&$\sigma_peak [nb]$&$\Delta\sigma_peak [nb]$&$M_Z 
[GeV]$&$\Delta M_Z [GeV] $&$\Gamma_Z [GeV]$&$\Delta\Gamma_Z 
[GeV]$&$\chi^2$\\ \hline 
$hadr$&40,966&3,0508$e$-1&91,194&8,7196$e$-3&2,5376&2,0793$e$-2&3,687\\ 
$\mu$&2,028&3,832$e$-2&91,184&3,2737$e$-2&2,4434&6,7119$e$-2&1,099\\ 
$\tau$&1,9964&3,4754$e$-2&91,177&3,5140$e$-2&2,5591&7,5571$e$-2&2,304\\ 
$e$&2,0105&5,0325$e$-2&90,948&3,6534$e$-2&2,5038&8,8075$e$-2&8,050\\ 
\hline 
\end{tabular}}
\caption{Ergebnisse der Breit-Wigner-Fits}\label{t2} 
\end{table}
Wie man sieht, stimmen unsere Ergebnisse innerhalb der Fehlergrenzen 
mit dem Literaturwert von $M_Z=91,187\pm0,07\unit{GeV}$, 
$\Gamma_Z=2,49\pm0,007\unit{GeV}$ "uberein. Au"serdem sind noch die 
Ergebnisse der Auswertung durch die OPAL-Gruppe in den Resonanzkurven 
enthalten. Diese stimmen mit unseren bis auf den Elektronensatz sehr 
gut "uberein. An den ermittelten Wirkungsquerschnitten f"ur Elektronen, 
Myonen und Tauonen erkennt man, da"s die Lepton-Universalit"at durch 
unsere Daten best"atigt wird: innerhalb der Fehlergrenzen stimmen alle 
Wirkungsquerschnitte "uberein. Als Verh"altnis des hadronischen 
Wirkungsquerschnitts im Peak zu den leptonischen Kan"alen ergibt sich 
f"ur die Elektronen $20,376\pm0,532$, f"ur die Myonen $20,2\pm0,41$ und 
f"ur die Tauonen $20,52\pm0,389$. Dies liegt sehr nahe an dem aus den 
erwarteten Branching-Ratios errechneten Wert von 20,075, der sich 
innerhalb der Fehlergrenzen befindet. Allerdings scheinen die von uns 
gemessenen Werte systematisch etwas nach oben abzuweichen. Nun kann man 
weiterhin die Partialbreiten der verschiedenen Kan"ale errechnen. Dabei 
ergibt sich Tabelle \ref{t3}. Dabei haben wir mit dem e-Kanal 
angefangen, da diese Partialbreite auch in alle anderen Berechnungen 
eingeht. Die Partialbreiten haben wir aus der Formel f"ur die 
Wirkungsquerschnitte im \zo-Peak bestimmt, wie sie im Theorieteil zu 
finden ist. An der Tabelle zeigt sich, da"s innerhalb der Fehlergrenzen 
keine Diskrepanz zwischen gemessenen und erwarteten Werten zu erkennen 
ist. 
\begin{table}\begin{center}
\begin{tabular}{|c|c|c|c|}
\hline Teilchen&$\Gamma [GeV]$&$\Delta\Gamma [GeV]$&$\Gamma_{theo}$\\ 
\hline $e$&$0,0843$&$0,005$&$0,083$\\ \hline 
$\mu$&$0,0814$&$0,007$&$0,083$\\\hline 
$\tau$&$0,0879$&$0,008$&$0,083$\\\hline $hadr$&$1,77$&$0,114$&$1,674$\\ 
\hline 
\end{tabular}\end{center}
\caption{Partialbreiten der Kan"ale}\label{t3} 
\end{table}
Zum Schlu"s k"onnen wir aus den erhaltenen Breiten noch die Anzahl der 
leichten Neutrinogenerationen absch"atzen. Als Formel verwenden wir die 
entsprechende Relation der Gesamtbreite zu den Breiten der einzelnen 
Teilchen aus dem Theorieteil. Die Ergebnisse sind in Tabelle \ref{t4} 
dargestellt. Die Breite pro Neutrinogeneration haben wir dabei aus 
theoretischen Berechnungen zu $0,166 \unit{GeV}$ angenommen. Es zeigt 
sich da"s die Anzahl der Neutrinogenerationen mit gro"ser Sicherheit 3 
betr"agt. Als Annahmen haben wir angenommen, da"s erstens alle 
Zerfallskan"ale bekannt sind, so da"s keine Beitr"age vorkommen, die 
eine dritte Neutrinogeneration vort"auschen, und da"s die Beitr"age 
au"ser dem Neutrinobeitrag hinreichend genau bekannt sind. 
\begin{table}\begin{center}
\begin{tabular}{|c|c|c|c|}
\hline Teilchen&$N_{\nu}$&$\Delta N_{\nu}$\\  \hline 
$e$&$2,872$&$0,87$\\ \hline $\mu$&$2,509$&$0,799$\\\hline 
$\tau$&$3,206$&$0,826$\\\hline $hadr$&$3,076$&$0,701$\\ \hline 
gemittelt&$2,916$&$0,401$\\\hline 
\end{tabular}\end{center}
\caption{Anzahl leichter Neutrinogenerationen nach den 
Me"swerten}\label{t4} 
\end{table}
\subsubsection{Vorw"arts-R"uckw"artsasymmetrie und Weinbergwinkel}
Nun k"onnen wir noch aus der Asymmetrie zwischen Vorw"arts- und 
R"uckw"artshemisph"are im Myonenkanal den Weinbergwinkel absch"atzen. 
Als Asymmetrie ergibt sich $A_{FB}=-0,0466\pm0,0023$, was zu einer 
Sch"atzung von $\sin^2\theta_W=0,219\pm0,02$ f"uhrt. Dies stimmt 
innerhalb der Fehlergrenzen mit dem Literaturwert "uberein. Allerdings 
ist der Fehler auch sehr gro"s, so da"s dieser Versuchsteil sicher 
nicht als pr"azise bezeichnet werden kann. 
\section{Diskussion der Ergebnisse}      
Es f"allt auf, da"s bei der Resonanzkurve f"ur den Elektronenkanal die 
von uns gemessenen Werte jeweils den OPAL-Daten f"ur eine ca. 
$0,3\unit{GeV}$ h"ohere Energie entsprechen. Dies scheint ein 
systematischer Fehler zu sein, der die Qualit"at der Elektronendaten 
gegen"uber den anderen Kan"alen wahrscheinlich so verschlechtert hat. 
Daf"ur kann es mehrere Erkl"arungen geben, z.B. da"s unsere Korrektur 
auf den Winkelschnitt zur Abtrennung des t-Kanals nicht korrekt war. 
Dabei haben wir n"amlich vorausgesetzt, da"s unsere Schnitte auf alle 
Elektronen gleich wirken, gleich welchen Wert f"ur $\cos\theta$ sie 
haben. Wenn dies nun nicht der Fall ist, w"are eine k"unstliche 
Verzerrung der Resonanzkurve zu erwarten. Allerdings w"urden wir dann 
nicht eine gleichm"a"sige Verschiebung zu niedrigeren Energien hin 
erwarten. Ein weiterer Fehler, der mit dem vorigen verwandt ist, 
k"onnte die Annahme sein, da"s die Schnitte vor und nach der 
Vorselektion genauso wirken. Dies haben wir benutzt, um die Zahl der 
Elektronen nach dem Winkelschnitt aber vor der Vorselektion zu 
bestimmen. Aber hier ist ebenfalls nicht unmittelbar ersichtlich, warum 
dies zu der beobachteten gleichm"a"sigen Verschiebung f"uhren sollte.                               
\bibliography{e}             
\bibliographystyle{gerplain}


\end{document}                                     





















