\documentclass[a4paper,titlepage,twoside]{article} \usepackage{a4,ngerman,amsmath,amssymb,times} 

\author{Michael Nirschl, Moritz Ringler} \title{Protokoll zum 
FP-Versuch K121\\ $\gamma$-Spektroskopie mit Szintillations- und 
Halbleiterdetektoren} \date{15./16. November 1999} 
\numberwithin{equation}{section} 
\renewcommand{\theequation}{\thesection.\arabic{equation}} 
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\begin{document} \maketitle \tableofcontents \newpage \section{Thema} 
In diesem Versuch werden die typische Eigenschaften von zwei 
Detektortypen f"ur Gammaspektroskopie, n"amlich Szintillatoren und 
Halbleiterz"ahlern, untersucht. Dazu werden die Radionuklide 
$^{60}_{27}$Co, $^{137}_{55}$Cs, $^{152}_{63}$Eu spektroskopiert. 
Anschlie"send wird eine mitgebrachte Probe mit dem Halbleiterdetektor 
analysiert. 

\section{Theorie}
Die Pr"aparate sind s"amtlich $\beta$-aktiv, und ihre Tochternuklide geben ihre Anregungsenergie "uber Gammazerf"alle 
ab. Diese $\gamma$-Quanten werden in den Detektoren  nachgewiesen.

\subsection{Szintillator}
Die von dem Pr"aparat emittierte $\gamma$-Strahlung gibt ihre Energie an das Material des NaI(Tl)-Szintillators ab, 
indem sie haupts"achlich "uber den Photoeffekt Elektronen aus dem Valenz- ins Leitungsband hebt oder Exzitonen (lose 
gekoppelte Elektron-Loch-Paare) erzeugt. Die hierf"ur ben"otigten Energien liegen typischerweise im Bereich um 300~eV. 
Die Exzitonen rekombinieren -- insbesondere an den Tl-St"orstellen -- und emittieren dabei elektromagnetische Strahlung 
im Bereich um 413~nm. Die Intensit"at des Lichtsignals ist dabei proportional zur Energie des detektierten 
Strahlungsquants.\\ Die Photonen aus dem Szintillator setzen dann in der Photokathode des Photomultipliers 
Prim"arelektronen frei (Photoeffekt), die im Sekund"arelektronenvervielfacher von Dynode zu Dynode beschleunigt werden 
und dabei weitere Elektronen freisetzen. Das Ausgangssignal bleibt dabei weitgehend proportional zum Eingangssignal und 
damit zur Energie des registrierten Teilchens, kann also zur Spektroskopie benutzt werden. 

\subsection{Halbleiterdetektor}
Der Halbleiterdetektor registriert Photonen, wenn diese in der Verarmungszone seines in Sperrichtung gepolten 
pn-"Uberganges Elektron-Loch-Paare erzeugen. Diese Ladungstr"ager werden durch die angelegte Hochspannung V\idx{Bias} 
beschleunigt und setzen durch St"o"se weitere Ladungstr"ager frei -- weitgehend analog zur Ionisationskammer. Der auf 
diese Art erzeugte Ladungspuls wird mit einem ladungssensitiven Vorverst"arker in einen Spannungspuls umgesetzt, der 
dann weiterverarbeitet wird. Das Signal des Halbleiterdetektors ist proportional zur Anzahl der durch das einfallenden 
Teilchen erzeugten Elektron-Loch-Paare und damit zur Energie desselben. Die Energie zur Erzeugung eines 
Elektron-Lochpaares betr"agt ca. 4~eV, wovon allerdings etwa 3~eV als Gitteranregung verloren gehen. Der verwendete 
Ge-Detektor wird mit fl"ussigem Stickstoff gek"uhlt, um thermische Str"ome und Diffusionseffekte gering zu halten. 
 
\section{Beschreibung} Der Ausg"ange einer jeden Detektoreinheit wird 
auf einen Hauptverst"arker mit Pulsformungsnetzwerk gef"uhrt. Dessen 
Ausgang wird dann an einen MCA in Gestalt einer PC-Karte angeschlossen. 
Die Hochspanung wird an die beiden Detektoren angelegt. 

Das $^{60}$Co-Pr"aparat wird vor dem Szintillationsz"ahler plaziert, so 
dass die Z"ahlrate am Vielkanalanalysator $\leq$~1000~s$^{-1}$ bleibt 
(Vermeidung von Totzeiteinfl"ussen). Die Ausgangssignale der 
Detektoreinheit und anschlie"send die des Hauptverst"arkers werden 
oszilloskopiert. Die Bleiziegel, die das Pr"aparat abschirmen, werden 
entfernt, um R"uckstreuung zu vermeiden. Dann werden die Spektren der 
drei Pr"aparate mit dem MCA aufgenommen. Gemessen wird "uber einen 
Zeitraum von je 15 Minuten, der Gain des Hauptverst"arkers ist auf 9 
Coarse und 3 Fine eingestellt. Zus"atzlich wird der Abstand der Quelle 
vom Detektor gemessen. Die aufgenommenen Spektren werden analysiert.\\ 
Mit dem Ge-Detektor wird genauso verfahren.\\ Zur Bestimmung der 
Energieaufl"osung der Elektronik wird mit einem Pulsgenerator ein 
monoenergetischer Puls erzeugt und mit dem MCA aufgenommen.\\
Schlie"slich wird f"ur die Dauer von 15 Stunden das Spektrum eines 
Granitst"uckes mit Aktivkohle-Patch nach \cite{Philipsborn::1999} 
aufgenommen und danach f"ur weitere 15 Stunden mit der gleichen 
Abschirmung eine Messung des Strahlungsuntergrundes durchgef"uhrt. 

\section{Auswertung und Ergebnisse} 

\subsection{Ausgangssignale} Die oszilloskopierten Ausgangssignale der 
Z"ahler (Abb.~\ref{oszi}) zeigen den f"ur den jeweiligen Detektor 
typischen Verlauf. Beim Szintillationsz"ahler bedeutet das eine 
Maximalamplitude im Bereich von 1,2 Volt, eine steile aber messbare 
f"uhrende Signalflanke (Anstiegszeit $\approx$~0,7~$\mu$s) negativer 
Polarit"at und ein vergleichsweise schnelles exponentielles Abklingen 
des Signals (1/e"~Abfall in ca. 3~$\mu$s). Der Germanium-Detektor 
liefert ein sehr anderes Signal mit kleiner Amplitude ($\leq$~350~mV) 
und mit im Vergleich zur langen Abfallzeit (1/e-Abfall in ca. 50 
$\mu$s) sehr kurzem Anstieg (auf dem Oszilloskop nicht sichtbar). Die 
Signale der Verst"arker werden im wesentlichen durch die Eigenschaften 
des Pulsformungsnetzwerkes gepr"agt, also ein 
Doppeldifferenzierersignal beim bipolaren \frspr{Output} des 
Szintillatorverst"arkers und das Signal eines CR-RC-Netzwerkes am 
monopolaren Ausgang des Halbeiterdetektor-Verst"arkers. 

\subsection{Energieeichung} 

Die Gammaspektren der drei Pr"aparate werden wie in 
Tabelle~\ref{spektr} und Abbildung \ref{spektra} angegeben aufgenommen. 

\begin{table}[htbp] \begin{center}{\small \begin{tabular}{|l|r|r|rr|r|r|rr|} 

\hline Pr"aparat&Energie/keV&\multicolumn{3}{|c|}{Szintillator}&\multicolumn{2}{|c|}{Ge-Detektor}\\ 

&&Kanal&FWHM/Kan.&FWHM/keV&Kanal&FWHM/keV\\ 
 \hline \hline
$^{60}$Co&1332,5&6918&513&98,496&7323&\\ 

$^{60}$Co&1173,2&6060&562&107,904&6448&\\ \hline $^{137}$Cs&661,7&3367&390&74,88&3634&\\ \hline 
$^{152}$Eu&121,8&313&&&662&1,291\\ 

$^{152}$Eu&244,7&1226&174&33,408&1341&1,373\\ 

$^{152}$Eu&344,3&1771&242&46,464&1888&1,473\\ 

$^{152}$Eu&778,9&&&&4280&1,819\\ 

$^{152}$Eu&964,1&&&&5300&\\ 

$^{152}$Eu&1098,9&&&&5967&\\ 

$^{152}$Eu&1112,1&&&&6113&\\ 

$^{152}$Eu&1408&&&&7742&2,436\\ 

\hline

\end{tabular}}\caption{Peaks der Szintillator- und Ge-Detektor-Spektra}\label{spektr}\end{center}\end{table}

Der Ablesefehler betr"agt dabei ca. 10 Kan"ale f"ur den Szintillator und 2--3 Kan"ale f"ur den Ge-Detektor. Aus den 
gemessenen Daten berechnet das Programm Accuspec die folgenden Eichgeraden: \begin{center}\begin{tabbing} 

Szintillator\qquad\=0,192 keV/Kanal\qquad\=Achsenabschnitt\kill 

\>Steigung\>Achsenabschnitt\\ 

Szintillator\>0,192  keV/Kanal\>6,368 keV\\ 

 Ge-Detektor\>0,182 keV/Kanal\>0,846 keV\\
 
\end{tabbing}\end{center} 

Einen Fehler berechnet das Programm bei dieser Eichung leider nicht. Um 
ein Ma"s f"ur diesen Fehler zu haben, wird der Geradenfit daher 
nocheinmal mit einem Computerprogramm zur Datenanalyse durchgef"uhrt 
(Abb.~\ref{EEichung}). Hier ergibt sich \begin{tabbing} 

Szintillator\qquad\=0,18175 $\pm$ 3,2$\cdot10^{-5}$ \=keV/Kanal\qquad\=Achsenabschnitt\kill 

\>Steigung\>\>Achsenabschnitt\\ 

Szintillator\>0,19173 $\pm$ 0,0010 \>keV/Kanal\>9,604 $\pm$ 4,6 keV\\ 

 Ge-Detektor\>0,18175 $\pm$ 3,2$\cdot$10$^{-5}$ \>keV/Kanal\>1,18 $\pm$ 0,17 keV\\
 
\end{tabbing} Im folgenden werden die Werte aus dem Accuspec-Fit benutzt. Da der Steigungsfehler gegen"uber dem 
Abschnittsfehler bei beiden Datens"atzen kaum ins Gewicht f"allt, wird ein konstanter Offsetfehler von 5~keV f"ur den 
Szintillator und etwa 0,5 keV f"ur den Halbleiterdetektor angenommen.

\subsection{Energieaufl"osung} 

Die Messwerte f"ur die Halbwertsbreite der Peaks finden sich ebenfalls 
in Tabelle~\ref{spektr}. Zun"achst f"allt hieran die wesentlich bessere 
Energieaufl"osung des Halbleiterdetektors auf. Um aus diesen Daten die 
intrinsische Halbwertsbreite des Ge-Detektors zu bestimmen, wird 
zus"atzlich noch ein scharfer Energiepuls aus einem Pulsgenerator 
aufgenommen. Hier werden folgende Werte gemessen: \begin{tabbing} 

Energie/kev\qquad\=FWHM/keV\\ 128,8\>1,097\\ 256,9\>1,135\\ 509,1\>1,159 \end{tabbing} 
 
Folgender Ansatz f"ur die Gesamtenergieaufl"osung wird der Analyse der 
Halbwertsbreite zugrunde gelegt: \begin{equation}\Delta 
E(E_\gamma)=\sqrt{(\Delta E_d(E_\gamma))^2+(\Delta E_e)^2} 
\end{equation} Hierbei bezeichnet $\Delta E(E_\gamma)$ die gesamte 
Halbwertsbreite, $\Delta E_d(E_\gamma)$ die intrinsische 
Halbwertsbreite des Detektors und $\Delta E_e$ die elektronische 
Energieaufl"osung. Demnach wird also die elektronische 
Energieaufl"osung konstant angenommen, weshalb die oben angegebenen 
Werte gemittelt werden, als Mittelwert erh"alt man $\Delta 
E_e=1,130\pm0,0255$. Damit berechnen sich die intrinsische 
Halbwertsbreiten wie in Tabelle~\ref{fwhm} angegeben. 

\begin{table}[htbp] \begin{center} \begin{tabular}{|c|c|} 

\hline 
$E_\gamma$/kev&$\Delta E_d(E_\gamma)$/keV\\ 

\hline 121,8&0,62\\ 

344,3&0,94\\ 

244,7&0,78\\ 

778,9&1,43\\ 

1408&2,16\\ \hline 

\end{tabular}\caption{intrinsische Halbwertsbreite des Ge-Detektors}\label{fwhm}\end{center}\end{table} 

Der Fehler dieser Daten betr"agt etwa 0,05 (Ablesefehler, $\Delta 
E_e$).  Tr"agt man diese Werte quadriert gegen $E_\gamma$ auf, erh"alt 
man anhand der G"ute der Fitgeraden eine experimentelle "Uberpr"ufung 
der theoretischen Formel f"ur die Energieaufl"osung 

\begin{equation}\Delta E_d(E_\gamma)=C\cdot\sqrt{E\gamma}\end{equation} 
Der Geradenfit unseres Plots (Abb.~\ref{EAufloesung}) hat einen 
G"uteparameter R von 0,987 und beschreibt in etwa eine Ursprungsgerade. 
Die Hypothese wird also durch das Experiment gest"utzt. 
 
\subsection{Intensit"aten, Peak-to-Total-Verh"altnis} 

Zu den deutlich getrennten Linien in den Spektra der drei Pr"aparate werden die Intensit"aten bestimmt. Die Resultate 
finden sich in Tabelle~\ref{intens}. 

\begin{table}[htbp]\begin{center}\begin{tabular}{|r|r|r|r|r|} \hline 
Pr"aparat&Energie/keV&\multicolumn{2}{|c|}{Szintillator}&Ge-Detektor\\ 
&&I&I - I$_{Ug}$&I - I$_{Ug}$\\ \hline 
$^{60}$Co&1332,5&26273&14014&18427\\ 
$^{60}$Co&1173,2&40281&17407&20709\\  $^{60}$Co&beide&71663&45144&\\ 
\hline $^{137}$Cs&661,7&219163&195667&79525\\ \hline 
$^{152}$Eu&121,8&&&58628\\ $^{152}$Eu&244,7&74997&16669&14115\\ 
$^{152}$Eu&344,3&108401&58361&34821\\ $^{152}$Eu&778,9&&&7467\\ 
$^{152}$Eu&1408,0&&&7704\\ \hline\hline 
Pr"aparat&\multicolumn{2}{|c|}{Szintillator}&\multicolumn{2}{|c|}{Ge-Detektor}\\ 
&Total-U.grund&Abstand/cm&Total-U.grund&Abstand/cm\\ \hline 
$^{60}$Co&370960&2&368977&1\\ $^{137}$Cs&928485&17&557338&22,5\\ 
$^{152}$Eu&856756&7&616782&8\\ \hline \multicolumn{5}{|c|}{Messzeiten: 
Szintillator je 15 min, Ge-Detektor je 10 min}\\ \hline 
\end{tabular}\caption{Intensit"aten der beiden 
Detektoren}\label{intens}\end{center}\end{table} 

Bei der Berechnung des Peak-To-Total-Verh"altnisses des 
$^{60}$-Szintillatorspektrums ergibt sich durch die "Uberlappung der 
beiden Peaks ein systematisches Problem. Bei der getrennten Bestimmung 
der Netto-Peakintensit"aten wird n"amlich der jeweils andere Peak als 
Untergrund gez"ahlt und dadurch werden die ermittelten 
Nettointensit"aten zu klein. Um dies zu vermeiden wird hier die 
Nettointensit"at beider Peaks zusammen bestimmt (s. Tab.~\ref{intens}). 
Mit diesen Werten ergeben sich dann folgende 
Peak-To-Total-Verh"altnisse f"ur den Einzelpeak im Cs-Spektrum und den 
Doppelpeak im Co-Spektrum : 

\begin{tabbing} 

$^{137}$\=CsPr"aparat\=Energie/keV\qquad\=PTT Szintillator\qquad\=PTT Ge-Detektor\kill  

Pr"aparat\>\>Energie/keV\>PTT Szintillator\>PTT Ge-Detektor\\ 

$^{137}$\>Cs\>661,7\>0,211\>0,143\\ 

$^{60}$\>Co\>1250\>0,122\>0,106\\

\end{tabbing} 

Diese Verh"altnisse tragen durch die recht grobe 
Intensit"atenbestimmung (bei wiederholten Messungen traten Unterschiede 
von etwa 1000-2000 auf) und die sehr fehlerhafte Bestimmung des 
Untergrundanteils (Schwankungen von bis zu 5000) einen relativ gro"sen 
Fehler von bis zu 20\% und sind daher nur als ungef"ahre Sch"atzwerte 
des wahren Wertes anzusehen. Auch d"urfte der tats"achliche Wert noch 
etwas gr"o"ser sein, da bei der Messung der Totalrate auch die 
zur"uckgestreuten Quanten mitgemessen werden. 

\subsection{Absolute Peakefficiency} 

Die Aktivit"at des $\gamma$-Zerfalls im Barium wird durch die Halbwertszeit des $\beta$-Zerfalls des 
$^{137}$Cs-Pr"aparates bestimmt nach der Formel \begin{equation}A(t)=A_0\cdot2^{-(t-t_0)/T_{1/2}}\end{equation}
 mit 
$T_{1/2} = 30,07$~a, $A_0 = 25\unit{$\mu$Ci} = 925\cdot10^3\unit{Bq}$ 
und $t_0=\text{April 85}$ ergibt sich eine Aktivit"at von $A(\text{Nov. 
99})=660920\unit{Bq}$.\\ Der Absorptionskoeffizient von Luft ist sehr 
klein: \begin{equation*}\mu/\rho(0,67\unit{MeV}) \approx 
7,5\cdot10^{-2}\unit{cm$^2$g$^{-1}$}\end{equation*} nach 
http://physics.nist.gov/PhysRefData/XrayMassCoef/ComTab/air.html. 
Daraus folgt \begin{equation*}\mu \approx 
9\cdot10^{-5}\unit{cm$^{-1}$}\end{equation*} Daher kann man 
vereinfachend annehmen, dass zwischen Quelle und Detektor keine Quanten 
absorbiert werden. Dann wird die Gammarate am Detektor nur durch die 
Aktivit"at der Quelle und den Raumwinkel, den der Detektor einnimmt, 
bestimmt. Die Ereignisate am Detektor $A_D$ ergibt sich so zu 
\begin{equation}A_{D}=A_{Q}\cdot\frac{\pi {r_{D}}^2}{4\pi {d_{QD}}^2} 
\qquad r_{D}\ll d_{QD} \end{equation} wobei $r_D$ den Detektorradius 
und $d_{QD}$ den Abstand der Quelle zum Detektor bezeichnet. Die 
absolute Peakefficiency berechnet man hieraus durch 
\begin{equation}PE=\frac{I_{Peak}}{A_D\cdot t_{mess}}\end{equation} Es 
ergeben sich die Werte in Tabelle~\ref{Peakefficiency}. 


\begin{table}[htbp] \begin{center} \begin{tabular}{|l|rr|}

\hline

&Szintillator&Ge-Detektor\\ 

\hline

$A_D$/s$^{-1}$&1956&1727\\ 

$PE$&0,111&0,0767 \\

\hline 
\end{tabular}\caption{Absolute Peakefficiency der 
Detektoren}\label{Peakefficiency}\end{center}\end{table} 

Diese Messwerte enthalten unter anderem Fehler durch Ungenauikeiten der 
Messung des Abstandes von Quelle und Detektor \mbox{(0,5--1~cm)}, sowie 
durch Absorption und Streuung in der H"ulle des Pr"aparates und im 
Detektorgeh"ause. Au"serdem tragen sie den (unbekannten) Fehler der im 
April 1985 durchgef"uhrten Aktivit"atsmessung, einen kleinen Fehler 
durch die Rundung der Zerfallszeit auf Monate, sowie die statistischen 
Fehler der Aktivit"atsmessung und den Fehler der 
Intensit"atsbestimmung. Der daraus resultierende Gesamtfehler d"urfte 
um etwa 10--15 \% liegen. 

\subsection{Relative Efficiency als Funktion der $\gamma$-Energie} 

Die Europium-Intensit"aten des Ge-Detektors aus Tabelle~\ref{intens} 
werden so normiert, dass die Intensit"at des "Uberganges bei 1408~keV 
1000 entspricht. Sodann werden diese Werte durch die theoretischen 
Intensit"aten der Gammalinien dividert, um die relative Effizienz zu 
erhalten. Das Ergebnis zeigen Abbildung~\ref{RelEfficiency} und 
Tabelle~\ref{relEff}. 

\begin{table}[htbp] \begin{center} \begin{tabular}{|r|rrr|} 

\hline Energie/keV&I$_{exp}$&I$_{theor}$&I$_{exp}$/I$_{theor}$\\ \hline 

121,8&7610,0&1362,0&5,59\\ 

244,7&1832,0&359,0&5,10\\ 

344,3&4520,0&1275,0&3,54\\ 

778,9&969,2&621,6&1,56\\ 

1408,0&1000,0&1000,0&1,00\\ 

\hline \end{tabular}\caption{relative Effizienz des 
Germaniumdetektors}\label{relEff}\end{center}\end{table} Die 
Energieabh"angigkeit der Effizienz zeigt den f"ur Halbleiterdetektoren 
typischen Verlauf mit einem ausgepr"agten Maximum bei etwa 
100--200~keV. Bis etwa 800~keV f"allt die Effizienz auf etwa ein 
F"unftel des Maximalwertes, zu h"oheren Energien bleibt sie dann 
ann"ahernd konstant. 
 
\subsection{Untersuchung der Granitprobe} 

Das untergrundbereinigte Gammaspektrum der Granitprobe ist in 
Abb.~\ref{Granit} dargestellt. Es werden Peaks bei folgenden 
Gammaenergien (in keV) gemessen: 16; 71; 84; 186; 239; 295; 298; 352; 
511; 582; 609; 661; 728; 913; 969; 1120; 1173; 1333; 1462; .\\ Mit 
NuDat des National Nuclear Data Centre werden diesen Energien die 
Zerf"alle in Tabelle~\ref{gamma} zugeordnet. Wie erwartet misst man die 
Strahlung der Nuklide aus der Zerfallsreihe von $^{222}$Rn, einem 
nat"urlichen Radionuklid aus der Uran-Radium-Familie, das aus dem 
Grantiblock exhaliert und von der Aktivkohle adsorbiert wird. Der 
entsprechende Auszug aus der Nuklidkarte ist in Abb.~\ref{Nuklidkarte} 
angegeben. Beim Vergleich von Nuklidkarte und Tabelle ist zu beachten, 
dass die Gammaenergien in der Tabelle beim Tochternuklid stehen, 
w"ahrend sie in der Karte beim Elternnuklid angegeben sind. Die 
Strahlung der Nuklide, die in der Zerfallsreihe $^{210}$Pb folgen, 
stammt vermutlich eher aus der Gesteinsprobe selbst als aus dem 
Kohlepatch, da sich in der Kohle wegen der gro"sen Halbwertszeit von 
$^{210}$Pb innerhalb einer Woche nur eine sehr geringe Aktivit"at 
dieser Nuklide aufbauen kann. Der sehr intensive Peak bei 1462~keV, der 
auch im Untergrund vorhanden ist, kann leider nicht zweifelsfrei einem 
Radionuklid zugeordnet werden, die einzigen Radionuklide aus 
nat"urlichen Zerfallsreihen, die einen Gamma"ubergang bei dieser 
Energie aufweisen sind $^{228}$Th und $^{210}$Po, deren Menge in der 
Probe aber eigentlich zu gering sein sollte, um einen solch intensiven 
Peak zu erkl"aren. Daneben werden Linien von $^{60}$Co und $^{137}$Cs 
gemessen, die vermutlich durch die Kontamination eines Bleiziegels 
zustande kommen, der bei der Untergrundmessung an einer anderen Stelle 
lag als bei der Probenmessung. 
 
 

 \begin{table}[phtb]{\scriptsize \begin{tabular}{|llllllllll|} 
 \hline \multicolumn{10}{|c|}{Nuclear Data (NuDat) Retrieval}\\ 
 \multicolumn{10}{|c|}{Sort order:}\\
 \multicolumn{10}{|c|}{Gamma Energy, Mass number, Proton number, and Level Energy}\\  \hline 
 
&&&Level &Gamma&&&&&\\&&&Energy&Energy &Gamma &Multi- &Mixing 
&Conversion &PUB\\A &El& Z &(keV) &(keV) &Intensity &polarity &Ratio 
&Coefficient &YEAR\\\hline 214&Po &84&2088.41 0.12 &71.1 0.2 & &&&&95\\ 
210&Po &84&2403.27 0.02 &77.2 0.2 &6.7 1.8 &M1 &4.69&&92\\ 210&Po 
&84&1556.96 0.03 &83.54 0.08 &100&E2 16.3 &&&92\\ 210&Po &84&3182.77 
0.03 &183.31 0.03 &19.8 2.5 &M1 &2.08&&92\\ 206&Pb &82&2384.19 0.06 
&183.977 0.016 &100&M1(+E2) &0.013 &0.025 1.720 0.002 &90\\ 222&Rn 
&86&186.211 0.013 &186.211 0.013 &&E2 &0.692 &&96\\ 210&Bi &83&1980.21 
0.11 &186.30 0.32 &$<$269 && &&92\\ 210&Bi &83&2258.74 0.15 &186.30 
0.32 &&&&&92\\ 210&Bi &83&2764.91 0.17 &186.30 0.30 &&&&&92\\ 210&Bi 
&83&2909.95 0.13 &186.30 0.32 &$<$273 &&&&92\\ 210&Bi &83&3004.44 0.12 
&186.30 0.32 &$<$70 &&&&92\\ 214&Bi &83&533.67 0.02 &238.4 &$<$3.2 
&&&&95\\ 214&Bi &83&295.224 0.002 &295.224 0.002 &100.0 1.0 &M1+E2 
&0.30 &0.13 0.47 0.03 &95\\ 210&Pb &82&1097.7 1.0&298 1&&E2&&0.119&92\\ 
210&Po &84&3727.28 0.06&198.38 0.10&19 3&M1&&0.537&92\\ 214&Bi 
&83&351.932 0.002&298.76&<0.05&&&&95\\ 214&Po &84&1729.611(13) &351.9 
0.5 & &&&0.46 0.07 &95\\ 214&Bi &83&351.932 0.002 &351.932 0.002 &100.0 
1.1 &M1(+E2) &0.00 &0.35 0.313 &95\\ 214&Bi &83&888.0 0.5 &511.0 0.4 
&&&&&95\\ 214&Po &84&2785.9 0.2 &581.9 0.8 && &&&95\\ 206&Pb 
&82&2782.22 0.06 &581.97 0.08 &3.59 0.18 &E2 &&&90\\ 214&Po &84&609.316 
0.007 &609.312 0.007 &&E2 &&0.0206 &95\\ 210&Po &84&3023.73 0.04 
&609.94 0.10 &30 6 &&&&92\\ 210&Bi &83&1984.82 0.14 &610.94 0.15 &100 
20 &&&&92\\ 210&Po &84&3111.64 0.02&728.4 0.4&8 3&&&&92\\ 210&Bi 
&83&1184.14 0.11 &912.86 0.17 &$<$200 &&&&92\\ 210&Bi &83&1462.83 0.10 
&912.86 0.17 &$\leq$116 &&&&92\\ 210&Bi &83&1475.93 0.13 &912.86 0.17 
&&&&&92\\ 206&Pb &82&3562.92 0.07 &915.0 0.1 &1.53 0.15&&&&90\\ 210&Bi 
&83&1531.14 0.19 &968.51 0.41 &&&&&92\\ 210&Bi &83&2177.21 0.14 &968.51 
0.41 &&&&&92\\ 214&Po &84&1729.611(13) &1120.287(10) &100.0 1.4 &M1+E2 
&+0.18 &0.02 0.0161(1) &95\\ 210&Po &84&3525.34 0.03 &1122.0 0.2 &86 20 
&(E1+M2) &0.39 &0.15 0.007 0.003 &92\\ 210&Po &84&3016.47 0.03 &1460 1 
&$<$55&&&&92\\ 
\hline \multicolumn{10}{|c|}{Daten aus 
NuDat-Datenbank}\\  \multicolumn{10}{|c|}{National Nuclear Data Center, 
Brookhaven National Laboratory Upton, N.Y., USA}\\ 
\multicolumn{10}{|c|}{http://www.nndc.bnl.gov/nndc/nudat/}\\ \hline 
 
\end{tabular}\caption{Zugeordnete 
Gammazerf"alle}\label{gamma}}\end{table}  

\section{Zusammenfassung der Ergebnisse} Szintillator und 
Halbleiterdetektor unterscheiden sich haupts"achlich durch ihre 
Energieaufl"osung. Der Ge-Detektor hat bei 345~keV eine Aufl"osung von 
0,94~keV, der Szintillator rund die f"unfzigfache, daher eignet er sich 
besser f"ur die Spektroskopie unbekannter Proben hinreichender St"arke. 
Die Peak-To-Total-Verh"altnisse bewegen sich in vergleichbaren 
Bereichen, es werden Werte um 0,2 bei 660~keV gemessen, wobei der 
Halbleiter leicht unter dem Szintillator liegt. Bei der absoluten 
Peakefficiency schneidet der Szintillator etwas besser ab, hat er doch 
mit etwa 11,1~\% bei 660~keV eine wesentlich h"ohere Gammaausbeute als 
der Halbleiter mit etwa 7,7\% . Dies wird durch die h"ohere 
Kernladungszahl des Iods gegen"uber dem Germanium und den damit 
h"oheren Photowirkungsquerschnitt verst"andlich. 

\bibliography{k} \bibliographystyle{plain} 

\newpage \section{Abbildungen} 

\bild{oszi}{1}{htbp} 

\bild{spektra}{1}{htbp}

\bild{EEichung}{1}{htbp} 

\bild{EAufloesung}{1}{hbp}

\bild{RelEfficiency}{1}{hbp}

\bild{Granit}{1}{hbp} 

\bild{Nuklidkarte}{1}{hbp} 

\end{document} 

